Grevenbroich: SPD: Parkscheiben statt Gebühren

Grevenbroich: SPD: Parkscheiben statt Gebühren

Sozialdemokraten positionieren sich zum Wevelinghovener Marktplatz.

Die SPD hat sich gegen die von der Stadt vorgeschlagenen Parkgebühren auf dem Marktplatz in Wevelinghoven ausgesprochen. Alternativ soll dort eine Parkscheibenregelung (zwei bis drei Stunden) eingeführt werden. Damit soll Dauerparkern ein Riegel vorgeschoben werden. Aber auch für Letztere gibt es eine Lösung.

Rund 30 Wevelinghovener, darunter Geschäftsleute und Gewerbetreibende, hatten sich jetzt zu einer offenen Fraktionssitzung eingefunden, in der die SPD die Marktplatzbewirtschaft thematisierte. "Es bestand völlige Einigkeit, dass Parkgebühren dort nicht zielführend sind, zumal damit auch Hindernisse für den Einzelhandel entstehen könnten", resümiert Fraktionsvorsitzender Horst Gerbrand.

Parkgebühren seien darüber hinaus kaum einträglich. Denn nach einem städtebaulichen Vertrag, der 2008 zwischen der Firma EKZ Wevelinghoven und der Stadt geschlossen wurde, müssen auf dem Marktplatz 166 Parkplätze kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Nur für 40 Stellflächen ist eine Bewirtschaftung möglich. "Der Aufwand stünde in keinem Verhältnis zu einem eventuellen Gewinn", meint Gerbrand. Überhaupt sei es kontraproduktiv, Parkgebühren auf dem Markt, an der Post- oder Oberstraße kassieren zu wollen. "Der Handel läuft dort gut - warum sollte man ihm Steine in den Weg legen?", fragt der Fraktionsvorsitzende.

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Kritische Stimmen gab es zu den Dauerparkern auf dem Marktplatz, die viele Stellflächen über Stunden hinweg belegen - darunter auch etwa 50 Beschäftigte der angrenzenden Geschäfte. Um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, schlägt die SPD eine Parkscheibenregelung vor, wie es sie bereits an der Poststraße gibt. Ein Kompromiss: Entlang des Marktplatzes sollen mehrere Stellflächen eingerichtet werden, die dauerhaft - also ohne Parkscheibe - genutzt werden können. Einen entsprechenden Antrag wollen die Sozialdemokraten für die Dezember-Sitzung des Stadtrats formulieren.

"Bei dieser Gelegenheit sollte das gesamte Quartier in Augenschein genommen werden", meint Horst Gerbrand. In der Umgebung des Marktplatzes müsse untersucht werden, wo Parkscheiben-Regelungen erforderlich sind und wo besser darauf verzichtet werden sollte. "Zudem wollen wir prüfen lassen, in welchen Bereichen ein Anwohnerparken sinnvoll ist", kündigt Gerbrand an. Er selbst sieht entlang der Oststraße eine Notwendigkeit für eine solche Regelung.

(NGZ)