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Grevenbroich: SPD-Mann wird Pressesprecher

Grevenbroich : SPD-Mann wird Pressesprecher

Stephan Renner aus Hürth übernimmt im Mai die Medienarbeit im Rathaus.

Noch knapp zwei Wochen, dann kann Robert Jordan seinen Ruhestand antreten - vier Monate später als geplant. Der 65-Jährige hatte seinen Vertrag mit der Stadt über den 31. Dezember hinaus verlängert, weil bislang kein Nachfolger für die Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus gefunden werden konnte. Diese Personalfrage ist jetzt gelöst worden: Stephan Renner wird zum 1. Mai seinen Dienst als neuer Sprecher der Stadt antreten. Er ist 32 Jahre alt, lebt in Hürth und hat das Parteibuch der SPD in der Tasche.

Parteipolitik soll der neue Mann im Team des Bürgermeisters aber nicht betreiben. "Darum geht es mir auf keinen Fall", sagt Klaus Krützen. "Stephan Renner ist in der Lage, eine aktivere Medienarbeit zu betreiben und die Belange der Stadt darzustellen - und er weiß, wie Kommunalpolitik tickt. Darauf kommt es mir an." Nachdem er ihm empfohlen wurde, habe sich Krützen mit dem 32-Jährigen in Verbindung gesetzt. "Wir haben sofort einen Draht zueinander gefunden und waren uns von Anfang an symphatisch", berichtet Krützen.

Der Historiker mit Magister-Abschluss an der Universität Köln hat Erfahrung in der Politik. Stephan Renner gehört bereits seit 14 Jahren dem Rat der Stadt Hürth an, seit 2014 ist er Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zudem arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Beruflich ist der ledige Hürther als Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises tätig. "Seit dem Ende meines Studiums bin ich immer im Bereich der politischen Öffentlichkeitsarbeit aktiv gewesen", sagt Stephan Renner, der der sich gut gerüstet für seinen neuen Job in Grevenbroich sieht. Der 32-Jährige sieht sich als "Dienstleister der Medien", er will "gut informieren, damit auch die Bevölkerung gut informiert ist". Besonders im Fokus hat Renner dabei die Sozialen Medien, wobei er sich nicht alleine auf Facebook beschränken möchte, sondern auch Twitter und Instagram im Blick hat. "Damit kann ich unterschiedliche Altersgruppen erreichen und direkt ansprechen", sagt er.

Bürgermeister Klaus Krützen verspricht sich von dem Neuzugang im Rathaus vor allem eine aktivere und breiter aufgestellte Medienarbeit. "Robert Jordan und Ines Hammelstein haben die Öffentlichkeitsarbeit in den vergangenen Jahren schon sehr gut eingestielt, aber sie kann noch mehr ausgebreitet werden", sagt der Verwaltungschef. Stephan Renner werde ausschließlich in diesem Bereich eingesetzt, er soll nicht die Aufgaben eines persönlichen Bürgermeister-Referenten übernehmen.

Der künftige Pressesprecher ist eng mit seinem Heimatort verwurzelt. Er ist Mitglied in zahlreichen Vereinen, darunter auch in Karnevalsgesellschaften und in der Arbeiterwohlfahrt. Hürth bleibt daher auch weiterhin sein Lebensmittelpunkt. Ein Umzug nach Grevenbroich ist nicht geplant.

(NGZ)