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Grevenbroich: SPD lehnt Suchtzentrum im alten Finanzamt ab

Grevenbroich : SPD lehnt Suchtzentrum im alten Finanzamt ab

Jetzt schaltet sich auch die SPD in die Diskussion um das geplante Suchtmedizinzentrum an der Bahnstraße ein: "Grundsätzlich spricht städtebaulich nichts gegen die Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums in den Gebäuden des ehemaligen Finanzamtes – im Gegenteil, eine solche Entwicklung ist zu begrüßen", meint Martina Suermann, planungspolitische Sprecherin der SPD.

Jetzt schaltet sich auch die SPD in die Diskussion um das geplante Suchtmedizinzentrum an der Bahnstraße ein: "Grundsätzlich spricht städtebaulich nichts gegen die Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums in den Gebäuden des ehemaligen Finanzamtes — im Gegenteil, eine solche Entwicklung ist zu begrüßen", meint Martina Suermann, planungspolitische Sprecherin der SPD.

"Größte Bedenken gibt es allerdings bei der geplanten Ausrichtung dieses Zentrums als Anlaufstelle für Suchtkranke — an diesem Standort in unmittelbarer Nähe zum Bahnhofsviertel." Diesen Standort lehne die SPD ab.

Selbstverständlich müsse es ein Angebot für Suchtkranke geben: "Ob das aber an der Bahnstraße, die mit dem Bahnhof das Entree zur Innenstadt darstellt, realisiert werden sollte, bezweifeln wir erheblich", ergänzt Vize-Fraktionschef Holger Holzgräber. Gleich gegenüber von dem geplanten Zentrum befinde sich eine Bushaltestelle, die viele Schüler nutzen würden.

"Wir diskutieren über Außengastronomie, die zum Verweilen einladen soll. Aus unserer Sicht lässt sich das nicht mit der Ansiedlung eines Versorgungszentrums für Suchtkranke und Drogenabhängige vereinbaren", so Holzgräber und Suermann. Bereits heute würden Bürger und Reisende das Quartier rund um den Bahnhof subjektiv als Angstraum wahrnehmen — nicht zuletzt wegen der sich dort aufhaltenden Methadon-Patienten und Suchtkranken. Wenn sich diese Zahl erhöhe, sei dies für Anwohner und Händler im direkten Umfeld des Bahnhofs nicht akzeptabel.

Zur Stellungnahme der UWG meint Suermann: "Irritierend, dass die UWG die Diskussion um die neuen Pläne für das Finanzamt kritisiert — und sie selbst durch ihre Pressemitteilung schürt."

(NGZ)