Grevenbroich: SPD: "Lebendige Partei, kein Kanzlerwahlverein"

Grevenbroich : SPD: "Lebendige Partei, kein Kanzlerwahlverein"

Traditionell feierte die SPD ihren Neujahrsempfang mit etwa 150 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft im Alten Schloss. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die intensiven Debatten zur Regierungsbildung, kurz "GroKo" genannt.

"Wir sind eine lebendige Partei und kein Kanzlerwahlverein", betonte SPD-Stadtverbandsvorsitzender André Thalmann gleich zur Begrüßung. Bürgermeister Klaus Krützen, zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner einer der Ehrengäste, sagte mit Blick auf das Sondierungspapier, dass er als Bürgermeister viele Verbesserungen und Hilfen für die Kommunen sehe, die nur mit der SPD kommen würden. Als Sozialdemokrat habe er allerdings Bauchschmerzen, ob eine erneute Regierung mit der Union der richtige Weg sei.

Die Hauptansprache des Abends hielt Bundestagsabgeordneter Udo Schiefner aus Viersen. Er betreut seit mehr als vier Jahren für die SPD den Rhein-Kreis Neuss in der Bundespolitik. "Die Bürger erwarten, dass sich die Parteien einigen. Dieser Verantwortung werden wir gerecht, in dem wir weiter verhandeln", lieferte Udo Schiefner Argumente für die detaillierten Diskussionen. Ob am Ende eine Koalition mit der Union zustande kommt, könne er auch nicht prognostizieren. Kein Blick in die Kristallkugel, sondern nackte Zahlen lieferte Daniel Rinkert, Kreisvorsitzender der Sozialdemokraten. "Die notwendige Erneuerung der SPD wird mit oder ohne Regierungsverantwortung gelingen. Denn über 150 Neumitglieder sind allein 2017 der SPD im Rhein-Kreis Neuss beigetreten, und werden gemeinsam mit den engagierten Mitgliedern unsere Partei für die Zukunft aufstellen", stellte Rinkert fest.

(von)
Mehr von RP ONLINE