Grevenbroich: SPD fordert gerechtere Kindergarten-Beiträge

Grevenbroich: SPD fordert gerechtere Kindergarten-Beiträge

Obwohl ihr Kind längst drei Jahre alt geworden ist, müssen viele Grevenbroicher Eltern oftmals noch monatelang den teuren Beitrag für die Betreuung von Unter-Dreijährigen zahlen. Dieses Verfahren will die SPD kippen. Für die heutige Ratssitzung hat die Fraktion eine Änderung der Beitragssatzung beantragt.

"Wir wollen mehr Gerechtigkeit", sagt Vorsitzender Horst Gerbrand. Und die soll so aussehen: Sobald ein Kind drei Jahre alt wird, sollen die Eltern ab dem Tag des Geburtstages den günstigeren Ü3-Beitrag zahlen - und nicht erst zum Ende des jeweiligen Kindergartenjahres. "Uns ist bewusst, dass das mit einem Einnahmedefizit verbunden sein wird", sagt Gerbrand. "Möglicherweise in Höhe von rund 100.000 Euro - die müssten dann an einer anderen Stelle eingespart werden."

Weil sich Grevenbroich als familienfreundliche Kommune aufstellen sollte, halten die Sozialdemokraten einen solchen Schritt für den richtigen. "Viele Eltern haben sich an uns gewandt und die jetzige Regelung beanstandet", sagt Horst Gerbrand. Der SPD-interne Arbeitskreis "Kinder- und Jugendhilfe" habe sich mit der Thematik beschäftigt und sei zu dem Schluss gekommen, dass eine Änderung der Beitragssatzung herbeigeführt werden soll. "Nach der bereits erfolgten Änderung der Geschwisterkind-Regelung in den Kitas wollen wir damit ein weiteres Zeichen aus jugendpolitischer Sicht setzen", sagt der Fraktionschef. Ein weiterer Antrag, den die Sozialdemokraten in der Ratssitzung stellen werden, dreht sich ebenfalls um die Kita-Betreuung in Grevenbroich. "Wir werden die Verwaltung zu einer Prüfung auffordern", kündigt Horst Gerbrand an: "Sie soll ermitteln, ob die Zusagen für die Aufnahme von Kindern in Tagesstätten weitaus früher als bisher an die Eltern verschickt werden können."

  • Bedburg-Hau : Eltern sollen mehr für Betreuung zahlen

Bislang erhalten Mütter und Väter im Februar oder März die entsprechenden Bescheide aus dem Rathaus, künftig sollen sie schon im November rausgehen. "Ich hoffe, dass das möglich sein wird", sagt Gerbrand. "Mit einem frühzeitigen Versenden der Zusagen würden Eltern mehr Planungssicherheit und Handlungsspielraum erhalten."

Ein andere Antrag der SPD zielt auf die Offene Ganztagsgrundschulen ab. Die Fraktion will wissen, ob sich durch die Übergabe an den Privaten Träger "Inab" ein Einspareffekt ergeben hat - und ob die Qualität in den Ogatas stimmt.

(wilp)