SPD fordert  Ausbauplan für den Offenen Ganztag in Grevenbtoich

Offene Ganztagsgrundschulen in Grevenbroich : SPD fordert  Ausbauplan für den Ganztag

An mehreren Ogatas gibt es Wartelisten, die Nachfrage nach Plätzen steigt. Die Sozialdemokraten beantragen einen Ausbauplan, um Räume zu schaffen. SPD und CDU wollen zudem die Platzprobleme in der Kapellener Schule lösen.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Offenen Ganztagsschule (Ogata) steigt – und das wird sich in den kommenden Jahren nicht ändern. Die SPD-Fraktion beantragt ein Ausbauprogramm für alle zehn Ogatas im Stadtgebiet. Die Sozialdemokraten fordern die Verwaltung auf, zeitnah einen Plan vorzulegen, an welchen Grundschulen zusätzliche Räume zur Verfügung gestellt werden müssen. Zudem sei ein Finanzplan der Kämmerin für die Investitionen erforderlich. Die SPD hatte sich bei ihren Etatberatungen mit dem Thema befasst.

Schon jetzt können nicht alle Kinder, deren Eltern es wünschen, in die Ganztagsbetreuung gehen. 2004 startete die Ganztagsgrundschule mit 233 Kindern. Die Betreuung an allen zehn Standorten übernimmt seit einigen Jahren der Jugendhilfeträger Inab. In diesem Jahr wurde mit 1017 Jungen und Mädchen erstmals eine vierstellige Zahl erreicht. 44 Prozent der Grundschüler werden betreut – das Angebot wird knapp. Während an fünf Ogatas insgesamt 26 Plätze frei sind., bestehen an den anderen Wartelisten mit insgesamt 38 Kindern – „Spitzenreiter“ sind die Ogatas in Noithausen (13 Schüler auf der Warteliste) und Kapellen (zehn). „Wir gehen davon aus, dass der Bedarf auch weiterhin zunehmen wird“, sagt SPD-Fraktionsgeschäftsführer Daniel Rinkert. „Das zeigen die ersten Ergebnisse der von uns angeregten Schulentwicklungsplanung.“ Ein Grund sind steigende Schülerzahlen. Zudem verweist Rinkert auf eine Initiative der großen Koalition – geplant sei, dass Eltern ab 2025/26 Rechtsanspruch auf einen Platz im Offenen Ganztag erhalten.

Die Folge: Mehr Plätze und damit auch mehr Räume werden erforderlich. „Wir müssen Platz schaffen, dafür brauchen wir einen konkreten Plan, wo neue Räume gebaut werden müssen und wo Räumlichkeiten von Schule und Ogata gemeinsam genutzt werden können“, erläutert Daniel Rinkert. .„Wir halten nichts davon, den gestiegenen Bedarf mit Containern zu lösen. Wir müssen bauen, um die Schulen auf ihre künftigen Aufgaben vorzubereiten.“ Die SPD hat bereits zuvor beantragt, dass die Verwaltung eine Schulbaurichtlinie erarbeiten soll, die die Gleichbehandlung der Grundschulen bei Ausstattung und Räumen sichern soll.

Bereits kurzfristig Handlungsbedarf sieht die SPD in Kapellen – mit mehr als 140 Kindern der größte Ogata-Standort. Dort gebe es nicht nur eine Warteliste, sondern „die Zahl der Grundschüler wird weiter steigen, wenn der dritte Abschnitt des Neubaugebiets errichtet wird“. Auch die Grundschule selbst benötige mehr Räume. „Wir rechnen mit dauerhaft fünf Eingangsklassen, davon vier in Kapellen, einer am Standort in Hemmerden“, erklärt Rinkert. Wir werden im Rat beantragen, in den Jahren 2019/2020 Mittel bereitzustellen, damit zusätzliche Räume gebaut werden können.“

Der Platzmangel an der Schule ist ein Dauerthema: 2017 richtete die Stadt in einem bestehenden Container zehn zusätzliche Ogata-Plätze ein. Im Oktober 2017 übergaben Eltern 707 Unterschriften von Kapellenern an Bürgermeister Klaus Krützen. Die Forderung: ein Erweiterungsbau. Dafür macht sich auch die CDU stark. „Die Schule platzt aus allen Nähten. Da wird mit allen Raffinessen gearbeitet, um trotz Platzmangel optimalen Unterricht zu bieten“, berichtet der Kapellener CDU-Ratsherr Ralf Cremers. „Da muss baulich etwas passieren. Die alten Pavillons sind weder den Kindern noch den Lehrern zuzumuten“, betont Cremers. „Wir brauchen mehr Klassenräume für einen durchgehend vierzügigen Schulbetrieb, und wir brauchen mehr Räume für den offenen Ganztag.“