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Grevenbroich: SPD drängt auf Konzept für Neurath und Frimmersdorf

Grevenbroich : SPD drängt auf Konzept für Neurath und Frimmersdorf

Jürgen Linges, Vorsitzender des SPD-Ortsverein Neurath-Frimmersdorf, ist verärgert. Und zwar richtig. "Wir wollen für die Stadtteile Neurath und Frimmersdorf einen Dialog mit Bürgermeisterin Ursula Kwasny, haben dies erneut in der Ratssitzung vom 29. März beantragt", sagt der SPD-Politker. Er drängt jetzt auf rasches Handeln: "Die Bürgermeisterin muss diesen Dialog unverzüglich einleiten." Dazu sollten wie geplant auch alle Vereine eingeladen werden.

Die SPD-Fraktion habe sich nach Angaben von Linges mehrfach um einen "Runden Tisch" über die Entwicklung von Neurath und Frimmersdorf bemüht. Immer wieder hätten sich Bürger über die Situation in den südlichen Ortsteilen beschwert. "Die Menschen sind richtig sauer", gibt Linges die Stimmung wieder.

Nach dem "Aus" für die Erfthalle fehle es insbesondere an einem Treffpunkt für die Vereine. "Wichtig für die Bevölkerung und die Vereine der beiden Ortschaften ist es, den Sozialraum weiter zu entwickeln", betont Jürgen Linges. Seit der Ratssitzung seien bereits vier Monate vergangen — passiert sei nichts.

"Sozialraum entwickeln"

Ob sich das in naher Zukunft ändern wird, war gestern Mittag im Grevenbroicher Ratshaus nicht zu erfahren. Bürgermeisterin Ursula Kwasny, die selbst in Neurath lebt, wollte zu den Vorwürfen der Sozialdemokraten keine Stellung beziehen. "Zu Anträgen äußern wir uns erst, wenn sie konkret in einem Gremium gestellt wurden", erläutert Pressesprecherin Ines Hammelstein. Das Thema eines neuen Konzepts für Neurath und Frimmersdorf sei allerdings bekannt.

Jürgen Linges übt Kritik an Ursula Kwasny: "Die Bürgermeisterin scheint nicht in der Lage zu sein, die Verwaltung mit der Organisation dieser Gespräche zu beauftragen." Die Ergebnisse einer solchen Politik würde man im Umgang mit der Erfthallen-Problematik erkennen können.

Und der SPD-Ortsvereins-Vorsitzende geht noch weiter: Das Vertrauen in die Politik sei den Bürgern der beiden Ortsteile mittlerweile "schwer zu vermitteln".

(NGZ/ac)