Grevenbroich SPD diskutiert über Kraftwerk Frimmersdorf

Grevenbroich · Die SPD-Fraktion hat für Montag, 6. Februar, eine Sondersitzung mit nur einem Thema anberaumt: die Zukunft des Kraftwerksstandorts Frimmersdorf. Im Alten Schloss mit dabei sind auch der Vorstand des SPD-Stadtverbandes und RWE-Kraftwerksdirektor Eberhard Uhlig. Die SPD will sich dabei informieren, "wie es mit dem Rückbau der alten Blöcke und dem Neubau weitergeht", so Fraktionschef Horst Gerbrand, "Wir haben gehört, dass bei RWE der Standort für ein Kraftwerk mit einer neuen Technologie zur Diskussion steht, dass aber noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden. Für eine solche weitreichende unternehmerische Entscheidung ist es sehr wichtig, wie sich die Politik vor Ort dazu stellt" so Gerbrand.

Bei Gesprächen mit der Kreis-SPD hatten Konzernvertreter erklärt, der Standort Frimmersorf sei für die nächste Runde der Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen.

Bis Ende 2012 werden die letzten alten 150 Megawatt-Blöcke abgeschaltet, danach sind nur noch die zwei 300-Megawatt-Anlagen in Betrieb. "Mit einem neuen Kraftwerk dort könnten in Frimmersdorf Arbeitsplätze erhalten werden, außerdem bedeutet dies auch nicht unerhebliche Gewerbesteuereinnahmen", sieht Gerbrand wichtige Vorteile für die Stadt. Andererseits seien "mit einem solchen Bauprojekt auch Nachteile und Belastungen für die Nachbarn verbunden, beispielsweise werde seit langem über die Feinstaubbelastung durch den Tagebau diskutiert. Horst Gerbrand: "Wir wollen uns früh zu dem Thema positionieren."

(NGZ)
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