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Grevenbroich: Spatenstich für Seniorenzentrum Lindencarré

Grevenbroich : Spatenstich für Seniorenzentrum Lindencarré

Eine große Brachfläche an der Lindenstraße verschwindet nun: Das Meppener Unternehmen "Pro Urban" gab jetzt den offiziellen Startschuss fürs Seniorenzentrum mit 137 Plätzen und Mitarbeiter-Kita.

Es ist ein 20-Millionen-Euro-Vorhaben — doch zugleich ist es ein Familienprojekt: Beim Ersten Spatenstich für das Seniorenzentrum "Lindencarré" gesrern griffen gleich drei Mitglieder der Familie Möller aus Meppen zu den Spaten: Egbert Möller stach für den Bauträger "Pro Urban" in den Boden, sein Bruder Manfred hat als Architekt den vierstöckigen Komplex geplant — und Tochter Marisa Möller ist Geschäftsführerin von "Pro Talis", die zur Unternehmensgruppe gehörende Firma wird das Seniorenzentrum betreiben.

Mit vereinten — und neuen — Kräften wird so ein Bauvorhaben verwirklicht, das jahrelang nicht vorangekommen war. Lange Zeit plante das Unternehmen Van der Looy das Lindencarré im Buckau-Viertel, trennte sich dann aber vom Vorhaben. Nun ist "Pro Urban" am Zug. "Der Neubau wird einen städtebaulichen Akzent setzen und das Bild am Eingang zur Grevenbroicher Innenstadt deutlich aufwerten", ist sich Bürgermeisterin Ursula Kwasny sicher.

Details zum Bauprojekt erläutert Marisa Möller: "Wir schaffen hier im Haus eins 92 Pflegeplätze, davon zwölf in einer Demenzgruppe". Die Pflegeappartements sind jeweils rund 20 Quadratmeter groß. Im Frühjahr 2015 sollen die ersten Senioren einziehen. Im Innenhof ist für sie ein Sinnesgarten geplant. Autos finden in der Tiefgarage Platz.

Im Haus zwei folgen 45 weitere Pflegeplätze sowie 35 seniorengerechte Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit je 50 bis 100 Quadratmetern. Bei Bedarf können deren Bewohner Dienstleistungs-Module wie Unterstützung im Haushalt, Notrufbereitschaft oder Essen auf Rädern buchen.

Baustart für den zweiten Bauabschnitt soll bereits im nächsten Frühjahr sein: "Wir möchten die Belastung durch Bauarbeiten für Bewohner und Nachbarn gering halten", erklärt Pro-Urban-Vertriebsleiter Klaus Hiekmann. Marisa Möller betont, dass das Seniorenzentrum "ein offenes Haus" werden soll: Geplant sind ein Café, das für alle zugänglich sein wird, aber auch ein Friseur soll einziehen.

Zehn Seniorenzentren betreibt "Pro Talis" mit insgesamt 750 Beschäftigten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, das elfte soll im Februar in Düsseldorf eröffnet werden.

Das Grevenbroicher Haus wird aber den anderen etwas voraus haben: "Eine Kindertagespflege für die Kinder unserer Mitarbeiter. Sie ist mir ein Herzensanliegen", erklärt Marisa Möller, Mutter einer anderthalbjährigen Tochter.

(NGZ)