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Grevenbroich: Sparen bei Gebäudereinigung und Energie

Grevenbroich : Sparen bei Gebäudereinigung und Energie

In Grevenbroich wird es keinen Masterplan geben. Dies hatte die FDP in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses gefordert. "Ich bin traurig", erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Hermanns gestern gegenüber der NGZ. Die Liberalen hätten auf die Entwicklung eines Leitbildes für die Stadt Grevenbroich gehofft, das auch die Bereiche Wohnen und Arbeiten mit einschließen sollte. "Wir brauchen mehr Firmenansiedlungen wie etwa im Gewerbegebiet Kapellen", sagte Hermanns. Rund 10 000 Euro hätten dafür investiert werden müssen – ein Grund, warum SPD und CDU das Vorhaben abgelehnt hätten. "Sie halten – anders als wir – den Demografiebericht für ausreichend", so Hermanns.

Der Rotstift soll bei den Ausgaben für Gebäudereinigung angesetzt werden. "Unsere Forderung, die Kosten um 20 Prozent und damit um 180 000 Euro zu senken, ist zwar nicht erfüllt worden. Aber wir haben uns darauf geeinigt, dass in diesem Bereich geprüft werden soll, welche Einsparpotenziale möglich sind", so der FDP-Fraktions-Chef.

In den Fachausschüssen beraten werden sollen auch weitere Anträge der Liberalen: Sie haben vorgeschlagen, den Bau und Betrieb von Kindertagesstätten zu privatisieren. Zum anderen wollen sie prüfen lassen, ob Energiekosten langfristig gesenkt und Ressourcen sparsamer verwendet werden können. Dies soll durch die Montage von Sonnenkollektoren auf Dächern öffentlicher Gebäude – etwa Schulen – oder durch den Ersatz von veralteten Heizungsanlagen durch Blockheizkraftwerke (BHKWs) geschehen.

Keine Mehrheit habe der Antrag gefunden, Trauungen per Web-Cam übertragen zu lassen. "Hier geht die Verwaltung von Investitionskosten von mehr als 3000 Euro aus", so Hermanns. Dabei wäre dies in seinen Augen "ein Alleinstellungsmerkmal für Grevenbroich" gewesen.

(busch-)