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Grevenbroich: Sorge um die geplante Lärmschutzwand

Grevenbroich : Sorge um die geplante Lärmschutzwand

Seit 35 Jahren kämpft Günter Meis für Lärmschutz an der A 46 bei Hemmerden. Nun sorgt er sich, dass das Projekt sich verzögert – er schaltet Bundes- und Landespolitiker ein. Straßen NRW betont dagegen, dass es beim Baustart 2014 bleibt.

Seit 35 Jahren kämpft Günter Meis für Lärmschutz an der A 46 bei Hemmerden. Nun sorgt er sich, dass das Projekt sich verzögert — er schaltet Bundes- und Landespolitiker ein. Straßen NRW betont dagegen, dass es beim Baustart 2014 bleibt.

Günter Meis macht mobil: Er hat jetzt CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, Ex-Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeisterin Ursula Kwasny um Unterstützung gebeten. Seine Sorge gilt dem geplanten Lärmschutz an der Autobahn 46 bei Hemmerden. Meis ist in Sorge, dass dessen Realisierung 2014 gefährdet ist. "Ich befürchte, dass das Projekt sich um etwa zwei Jahre verzögert, dass die Hemmerdener noch weiter warten müssen", sagt er.

Sein halbes Leben schon hat der 70-Jährige, der an der Junkerstraße lebt, für Lärmschutz gekämpft. Zusammen mit seiner Frau sammelte er 1300 Unterschriften. Im vergangenen Jahr schien der Erfolg endlich in greifbare Nähe zu rücken: Der Landesbetrieb Straßen NRW, der für die Autobahn-Unterhaltung zuständig ist, kündigte an, im Zuge der A 46-Sanierung bei Hemmerden eine Lärmschutzwand zu errichten.

Errichtet werden sollte die Wand 2014. Zuvor stand bereits fest, dass die Fahrbahn von Jüchen-Holz bis Neuss-West einen lärmmindernden Asphalt erhalten soll, der die Geräusche um zwei Dezibel reduziert.

Doch nun ist Günter Meis alarmiert. Obwohl laut Straßen NRW mit höchster Priorität an Entwurfsplanungen gearbeitet werden solle, hat er nach Auskünften aus dem Landesbetrieb den Eindruck, "dass dieses Projekt allenfalls tertiär behandelt wird". So hatte er erfahren, dass die Planungsunterlagen an ein Ingenieurbüro ausgelagert worden seien, Ergebnisse würden für Mitte Juli erwartet.

Seine Einschätzung: "Um die Realisierung 2014 noch bewerkstelligen zu können, bedarf es des Einsatzes aller politischen Kräfte", schreibt er an Gröhe. Vom Stadtrat erwartet er "größeres Engagement", in den vergangenen zwei Jahrzehnten sei der Rat "in keinster Weise für dieses Vorhaben unterstützend tätig geworden".

Nach Auskunft von Bernd Löchter, Sprecher von Straßen NRW, sind die Sorgen unbegründet. Es bleibe beim bisherigen Zeitplan für die A 46-Sanierung und die Lärmschutzwand. Die Entwurfsplanung für das insgesamt rund 20 Millionen Euro teure Projekt soll im Sommer abgeschlossen sein.

"Ende dieses Jahres wollen wir mit den Rodungsarbeiten an der Autobahn beginnen. Die Fahrbahnsanierung soll im Frühjahr 2014 anlaufen, "mit dem Bau der Lärmschutzwand wollen wir im Sommer kommenden Jahres beginnen", so Löchter gegenüber der NGZ. "Es ist üblich, dass wir uns bei der Planung — etwa für das Bodengutachten — externer Ingenieurbüros bedienen", dadurch komme es nicht zu Verzögerungen, erklärt der Sprecher.

Die Sanierung der A 46-Fahrbahn auf etwa zehn Kilometern Länge nehme etwa anderthalb bis zwei Jahre in Anspruch.

(NGZ/rl)