Grevenbroich: So wird das neue Schlossbad

Grevenbroich : So wird das neue Schlossbad

Bürgermeisterin Kwasny hat den Schlossbad-Neubau jetzt dem Landrat vorgestellt. Er muss das Projekt genehmigen. Über die Gestaltung des Bades schweigen sich die Politiker noch aus. Die NGZ sagt, was kommen soll.

Der geplante Neubau des Schlossbades geht in die entscheidende Runde. Bürgermeisterin Ursula Kwasny hat das Vorhaben jetzt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke vorgestellt. Er muss angesichts der schlechten städtischen Haushaltslage sein "Okay" für das Projekt geben.

Der Chef der Kreisverwaltung hat bei diesem Treffen zwar noch kein grünes Licht der Finanzaufsicht signalisiert, dennoch ist Kwasny zuversichtlich: "Es war ein gutes und konstruktives Gespräch." Sie geht davon aus, dass der Rhein-Kreis ihrer Kommune keine Steine in den Weg legen wird.

Dies ist auch der Eindruck der Sportpolitikerin Rosi Cremer, die an dem Treffen beteiligt war: "Ich glaube, dass der Landrat zur Kenntnis genommen hat, dass unser Vorhaben realistisch ist", sagt die SPD-Frau. Die Stadt müsse noch einige Unterlagen nachreichen, dann werde der Kreis entscheiden. "Ich gehe davon aus, dass das gleich nach den Herbstferien sein wird", so Cremer.

Gebaut und betrieben werden soll das neue Schlossbad vom Gas- und Wasserwerk (GWG). Was die Grevenbroicher nach der Fertigstellung erwarten wird, darüber schweigen sich sowohl die Bürgermeisterin als auch die Vertreter aller Fraktionen noch eisern aus. Nach Informationen unserer Zeitung ist Folgendes geplant:

Hallenbad Das Hallenbad-Gebäude wird niedriger ausfallen als das bisherige, unter anderem auch, weil auf einen großen Sprungturm verzichtet wird. Im Inneren werden die Schwimmer künftig weiterhin ein 25-Meter-Becken mit sechs Bahnen vorfinden.

Freibad Das Freibad soll ganzjährig genutzt werden. Vom Hallenbad aus sollen die Badegäste nach draußen schwimmen können. Das Außenbecken wird mit 25 Metern kleiner als das bisherige (50 Meter).

Sprungbecken Auf dem Außengelände wird ein Fünf-Meter-Turm mit eigenem Sprungbecken errichtet. Ganz in der Nähe soll ein Kinderspielplatz entstehen, auch ein Beachvolleyball-Feld ist möglich.

Gastronomie Auf jeden Fall wird es eine Art Kiosk geben, in der Getränke und Snacks verkauft werden. Zurzeit wird darüber nachgedacht, dass das Schloss-Restaurant einen Teil seines Biergartens abgeben soll, der von den Freibadegästen genutzt werden kann.

Sauna Das Bad soll eine Sauna erhalten, die eventuell von einem privaten Anbieter betrieben wird.

Eintritt Der Eintrittspreis soll unter drei Euro betragen. Politiker wünschen sich zudem flexiblere Öffnungszeiten, das Bad soll sich am Freizeitverhalten der Kunden orientieren. Das heißt etwa: Auch an Feiertagen soll es geöffnet sein.

Kosten etwa elf Millionen Euro.

Gibt der Rhein-Kreis sein "Go", muss das Vorhaben noch der Bezirksregierung zur Genehmigung vorgelegt werden. Läuft alles glatt, könnte der Rat das Bad schon am 8. Dezember auf den Weg bringen. Es wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet. Während dieser Zeit soll das Schulschwimmen in den vier heimischen Lehrbädern oder aber in umliegenden Kommunen wie Neuss oder Rommerskirchen sichergestellt werden.

(NGZ)
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