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Grevenbroich: So schmeckt's in der Mensa

Grevenbroich : So schmeckt's in der Mensa

Zum ersten Mal konnten am Montag die Schüler des Erasmus-Gymnasiums in der nagelneuen Schulmensa warm essen. Viele Kinder und Jugendliche waren auf das neue Angebot neugierig – das Mensa-Team hatte alle Hände voll zu tun.

Zum ersten Mal konnten am Montag die Schüler des Erasmus-Gymnasiums in der nagelneuen Schulmensa warm essen. Viele Kinder und Jugendliche waren auf das neue Angebot neugierig — das Mensa-Team hatte alle Hände voll zu tun.

Pizza war der Renner. Ob mit Thunfisch, Salami oder vegetarisch — Hauptsache Pizza. Etliche Stücke reichten Walburga Herter-Diesterhoef und ihre Kolleginnen über die Theke, selten füllten sie Hühnerfrikassee mit Reis auf Teller. Gestern war Premiere am Erasmus-Gymnasium. Zum ersten Mal gab's in der neuen Mensa mit rund 100 Sitzplätzen warmes Essen, der Andrang war groß.

Zu Beginn der einstündigen Mittagpause bildete sich eine Schlange vor der Ausgabe. "Ich bin ganz schön geschafft", sagt Herter-Diesterhoef (52) nach einer halben Stunde Hochbetrieb, fast alle Plätze im Raum waren besetzt. Die Mutter eines Schülers ist wie vier Kolleginnen beim Verein Pro Erasmus angestellt, der die Mensa und die dorthin umgezogene Cafeteria betreibt. Viele Eltern helfen ehrenamtlich mit.

In den Ferien war der Anbau mit der Mensa fertig geworden, rund 870 000 Euro hat die Stadt investiert. "Mit der Umstellung auf G8, der Verkürzung der Schulzeit um ein Jahr, haben die Schüler mehr Nachmittagsunterricht. Da ist es gut, zwischendurch ein warmes Essen zu bekommen", erklärt Schulleiter Michael Jung. "Wir freuen uns über das Angebot, gegenüber unserer alten, engen Cafeteria ist das eine große Verbesserung." Auch dort wurde bereits Essen geboten.

Eine Verbesserung sieht auch Matthias Jakobi (16) aus Wevelinghoven. "Das Essen schmeckt besser als in der alten Cafeteria", urteilt der Schüler der elften Stufe, der gestern noch bis 17 Uhr in der Schule war. Wie er hat sich Sandra Ende (10) aus Orken für Pizza entschieden. "Es schmeckt gut", sagt die Fünftklässlerin, die seit einer Woche am Erasmus ist. Überraschungen bei der Beliebtheit der Menüs gab's nicht: Die Schüler bestellenper Internet, zahlen bar oder mit der Erasmus-Card bargeldlos. 3,30 Euro kostet ein Mittagessen, die Pizza gestern war preiswerter.

Sibylle Sack (44), Leiterin des Mensa-Teams und Ökotrophologin, wusste schon morgens, dass fast 100 Essen nötig waren. "Wir legen Wert auf gesunde und frische Kost", sagt sie — und: "Wir sind auf den ersten Tag gut vorbereitet. Das Essen wird von der Krankenhausküche geliefert und hier erwärmt. Deren Leiter Heinz-Uwe Schmitz hat uns in den Dampfgarer eingewiesen." Der ist eine Besonderheit — für diese und andere Mehrkosten hatten Schüler 40 000 Euro bei einem Sponsored-Walk "erlaufen".

Auch Lehrer Stefan Bucher (28) probierte das Essen, wählte Frikassee. "Die Mensa bedeutet für mich eine Erleichterung. Ich brauche zum Essen nicht nach Hause, kann vor der nächsten Stunde noch etwas in der Schule erledigen."

(NGZ/rl)