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Sicherer Schulweg: Ordnungsdienst kontrolliert an Schultoren in Grevenbroich

Sicherer Schulweg in Grevenbroich : Sicherer Schulweg: Ordnungsdienst kontrolliert an Schultoren

Insgesamt 574 Grevenbroicher Jungen und Mädchen gehen in dieser Woche erstmals zur Schule. Aufgeregt sind nicht nur viele „i-Dötzchen“, sondern auch Eltern, die hoffen, dass ihrem Kind auf dem Schulweg nichts passiert. Viele bringen den Nachwuchs selbst zum Unterricht – und das längst nicht nur in der Anfangszeit.

Erhebliche Probleme entstehen an vielen Schulen, wenn Vater oder Mutter den Grundschüler mit dem Auto direkt bis vor das Schultor bringen. „Da geht es dann oft chaotisch zu, entstehen gefährliche Situationen“, erklärt Stadtsprecher Stephan Renner.

Mit dem Thema haben sich schon mehrere Male Ratsgremien befasst, die Stadtverwaltung reagierte. „Seit Anfang des Jahres sind Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) morgens jeweils an einer Grundschule und an einem Kindergarten präsent. Sie weisen Eltern, die ihr Kind mit dem Auto bis vor den Eingang bringen, darauf hin, dass ihr Verhalten zu einer Gefährdung führen kann“, erläutert Stephan Renner.

An allen zehn Grundschulen und an sechs Kitas im Stadtgebiet sind die OSD-Mitarbeiter morgens abwechselnd unterwegs – in Uniform oder auch in Zivil. 96 mündliche Ermahnungen seien bislang erteilt und 47 schriftliche Verwarnungen verhängt worden. „Wir bitten, wenn es geht, das Kind möglichst zu Fuß, vielleicht auch in Gruppen, zur Schule zu bringen. Wenn sich die Autofahrt nicht umgehen lässt, bitten wir darum, im weiteren Umfeld einen Parkplatz zu suchen und dort auszusteigen, damit es sich vor der Schule nicht ,knubbelt’“, sagt der Rathaussprecher

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Auch Grundschulen selbst wurden aktiv, etwa die Grundschule Erftaue in Gustorf. „Wir haben uns mit dem Förderverein zusammengesetzt und vor etwa einem halben Jahr einen Verkehrshelferdienst ins Leben gerufen“, berichtet Schulleiterin Ute Tives-Voigt. Rund 40 Mütter und Väter würden mitmachen. Jeweils drei Elternteile „kommen vor Unterrichtsbeginn gegen 7.30 Uhr“.

Zwei würden an den Kreuzungspunkten auf die Sicherheit achten. Ein dritter winke am Schuleingang Eltern in Autos weiter, damit sie nicht vor der Schultür stoppen. „An der Ecke Provinzstraße/Schellestraße gibt es einen Parkplatz, wo sie ihre Kinder austeigen lassen können“, sagt Tives-Voigt. Der Verkehrshelferdienst der Schule habe sich bewährt.

Ein weiterer Vorteil, wenn der Schüler nicht bis vor die Schultür kutschiert wird: „Es stärkt das Selbstwertgefühl der Kinder, wenn sie den Schulweg, zumindest teilweise, selbst meistern“, erläutert die Leiterin der Gustorfer Grundschule.