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Kaarst: SG Kaarst feiert Jubiläum mit Bauchtanzgruppe

Kaarst : SG Kaarst feiert Jubiläum mit Bauchtanzgruppe

Verschiedene Tanzstile präsentiert die SG Kaarst mit ihrer Show "100 Jahre Tanz". Es ist der Abschluss der Feier zum 100. Vereinsjubiläum.

Kaum dreht Marie-Lou Thieme die Anlage auf, öffnet sich eine andere Welt. Laute, orientalische Klänge erfüllen den Trainingsraum in der SG Kaarst. Und wo soeben noch kleine Frauengruppen unterhaltend zusammenstanden, bewegen sich jetzt hochkonzentrierte Tänzerinnen im Takt der Musik. Anmutig tanzen sie zu den abendländischen Klängen: Exotik, Erotik und pure Weiblichkeit erfüllen den Raum.

Wie jeden Dienstagabend treffen sich die Kursteilnehmerinnen zum Orientalischen Tanz. Doch im Moment ist nichts wie immer. Denn die Frauen trainieren hart für die Veranstaltung "100 Jahre Tanz - Ein Kaleidoskop verschiedener Tanzstile" am Sonntag, 2. Dezember, im AEG-Forum. Es wird der Abschluss der Feierlichkeiten der SG Kaarst zu ihrem 100-jährigen Jubiläum sein.

"Mit den Vorbereitungen für die Show haben wir bereits vor über einem Jahr angefangen", erzählt Claudia Kosterlitzky, Leiterin der Tanz- und Kunstturnabteilung. Seit 1985 arbeitet die ausgebildete Tanzpädagogin bei der SG Kaarst. Sie unterrichtet Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Tanzrichtungen Ballett, Jazz, Modern und Kindertanz. Mit über 600 Mitgliedern ist es eine der größten Abteilungen der SG Kaarst. Gemeinsam mit Marie-Lou Thieme zeichnet sie verantwortlich für das Event am 1. Adventssonntag. Thieme leitet seit elf Jahren die Kurse Orientalischer Tanz bei der SG Kaarst.

Für die abschließende Jubiläumsveranstaltung haben sich die beiden Abteilungen Tanz- und Kunstturnen sowie die Sparte Orientalischer Tanz erstmalig zusammengeschlossen. Gezeigt wird das breite Spektrum von verschiedenen Tanzstilen, die die SG Kaarst Jung und Alt bietet: Streetdance, Jazz, Modern, Ballett, Breakdance, orientalischer Tanz. "Wir wollen zeigen, wie viele unterschiedliche Sprachen der Tanz hat", so Kosterlitzky. Bereits vor über einem Jahr haben sie gemeinsam ein Konzept entworfen. Musik und Tänze wurden ausgewählt, Choreographien erstellt, Kostüme entworfen und zum Teil selbst genäht. "Seit ungefähr einem halben Jahr reicht es nicht mehr, nur einmal die Woche zu trainieren", sagt Kosterlitzky. "Mittlerweile treffen wir uns bis zu viermal die Woche."

Brigitte Seiler ist eine von ihnen. Bereits seit 15 Jahren kommt sie regelmäßig aus Neuss, um in Thiemes Gruppe mitzutanzen. "Es reißt mich aus meinem Alltagsleben. Denn orientalischer Tanz ist eine andere Welt", beschreibt sie ihre Motivation. Gemeinsam mit rund 50 Tänzerinnen und Tänzer unterschiedlichster Stile wird sie am 2. Dezember im AEG-Forum auf der Bühne stehen und ein circa anderthalbstündiges Programm präsentieren.

(NGZ/ac)