Grevenbroich: Seniorenbeirat sucht Nachfolger für Vorsitzende Helga Weiss

Grevenbroich: Seniorenbeirat sucht Nachfolger für Vorsitzende Helga Weiss

Knapp drei Monate nachdem Helga Weiss aus Neuenhausen ihren Chef-Posten aufgegeben hat, ist der Grevenbroicher Seniorenbeirat noch immer ohne Vorsitz. Zurzeit wird er von der stellvertretenden Vorsitzenden Renate Küsgens aus Laach geleitet. Nach eigenen Aussagen habe sie aber keine Ambitionen, dauerhaft in die erste Reihe zu treten.

Renate Küsgens bestreitet zurzeit die monatlichen Sprechstunden des Seniorenbeirates. Sie ist zum Beispiel heute von 10 bis 12 Uhr im Raum 126 des Neuen Rathauses präsent, um hilfebedürftigen Mitbürgern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wann der Vorstand neu besetzt werden soll, ist noch ungewiss. Denn die Stadt habe noch keinen Termin für eine Neuwahl angesetzt.

"Ich gehe aber davon aus, dass das noch im ersten Vierteljahr geschehen wird", sagt Renate Küsgens. Eine Anfrage unserer Redaktion blieb im Rathaus so gut wie unbeantwortet. "Sobald eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Helga Weiss benannt wurde, wird dies im Rat bekannt gegeben", sagt Sprecher Andreas Sterken.

Der Seniorenbeirat wurde im Mai 1996 auf Empfehlung des Sozialausschusses gegründet. Als politisch und konfessionell unabhängige Institution setzt er sich seitdem für die Belange von älteren Menschen in Grevenbroich ein. Mitglieder des Beirats sind unter anderem Vertreter von heimischen Institutionen wie Seniorenzentren, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Netzwerk an der Christuskirche, der CDU-Seniorenunion oder der SPD-Arbeitsgemeinschaft "60 plus".

Helga Weiss war von Anfang an als Vorsitzende mit von der Partie. Nach 21 Jahren an der Spitze und im Alter von 85 Jahren hatte die ehemalige SPD-Politikerin, im Oktober 2017 ihren Posten zur Verfügung gestellt und war offiziell in der Villa Erckens verabschiedet worden. Das Interesse an einer Mitarbeit im Seniorenbeirat hat nachgelassen. Nicht nur, weil sich kein Nachfolger findet, in den vergangenen Jahren war die Zahl der Mitglieder auf etwa zehn bis zwölf gesunken.

(wilp)