Grevenbroich: Senioren-Union fordert Sparkassen-Berater

Grevenbroich : Senioren-Union fordert Sparkassen-Berater

Die Sparkasse Neuss will Mitte Oktober die Geschäftsstellen in der Südstadt, in Neuenhausen und Hemmerden auf Selbstbedienung umstellen, Beratung ist dort dann nicht mehr möglich. Das stößt bei der Senioren-Union auf Kritik.

"Da wird vonseiten der Sparkasse suggeriert, dass die Kunden keine Beratung mehr wünschen, sich lieber mit einem Automaten abgeben. Gerade viele Ältere kommen mit den Automaten nicht zurecht", erklärt Ewald Wörmann (61), Vorsitzender der Senioren-Union in Grevenbroich. Er macht einen Lösungsvorschlag: "Ein Sparkassen-Mitarbeiter könnte zu festgelegten Zeiten in den Geschäftsstellen für Beratung zur Verfügung stehen. Er muss nicht den ganzen Tag da sein." Auch die UWG setzt sich für eine zeitweise Besetzung ein.

Ewald Wörmann befürchtet einen Verlust an Kunden-Service. "Ich habe für meinen 85 Jahre alten Schwiegervater eine Überweisung ausgefüllt, die er unterschrieben hat. Es war zu erkennen, dass ich und nicht er die anderen Felder ausgefüllt hatte. Abends rief ein Sparkassen-Mitarbeiter an und fragte ihn, ob mit der Überweisung alles in Ordnung sei. Das nenne ich Kunden-Service", sagt Wörmann.

Die Sparkasse Neuss verweist übrigens auf die geringe Entfernung zu den nächsten Filialen und hat einen besonderen Service angekündigt – ein "Geld-Taxi". Sie wolle in Einzelfällen, etwa bei Gehbehinderten, prüfen, das Geld nach Hause zu bringen.

(NGZ)