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Grevenbroich: SEG lässt alten Bauhof auf Altlasten untersuchen

Grevenbroich : SEG lässt alten Bauhof auf Altlasten untersuchen

Noch fehlen konkrete Pläne für die künftige Nutzung. Bauverein hat Neubaupläne in der Nachbarschaft auf Eis gelegt.

Der Bauverein Grevenbroich will seine Wohnungen im Flutgraben-Viertel weiter sanieren, doch die vorgesehenen Neubauten am Tackelgraben hat die Genossenschaft erst einmal auf Eis gelegt. "Wir haben das Projekt für einige Jahre zurückgestellt. Wir wollen erst abwarten, was die Stadt mit dem benachbarten Grundstück, auf dem sich jetzt noch der Bauhof der Wirtschaftsbetriebe befindet, vorhat", erklärt Bauvereins-Vorstand Michael Nowack. Die Genossenschaft hatte überlegt, die heutigen Häuser aus den 50er Jahre durch Neubauten zu ersetzen und dafür einen Teil des heutigen Bauhof-Areals zu nutzen. "Die gesamte Fläche ist für uns zu groß", so Nowack.

Bis Ende des Jahres ziehen die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) vom Flutgraben auf ihr neues Areal in Noithausen um. Damit steht die Frage an, wie das Grundstück - Eigentümerin ist die Stadtentwicklungsgesellschaft Grevenbroich (SEG) - künftig genutzt werden soll. So mancher Politiker sieht die Fläche nahe Schloss und Bend als "Filetstück" an. Konkrete Pläne gibt es, wie Bürgermeisterin Ursula Kwasny erklärt, noch nicht. Allerdings laufen vorbereitende Arbeiten. "Die Stadt hat die SEG beauftragt, die Vermarktung des Geländes anzuschieben, gedacht ist an Wohnbebauung", erläutert SEG-Prokurist Wilfried Wissdorf. "Zurzeit lassen wir den Boden auf Altlasten untersuchen. Proben wurden bereits genommen, sie werden zurzeit im Labor analysiert."

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Seit langem ist bekannt, dass unter der Erde des Bauhofes Altlasten vorhanden sind. "Wir möchten wissen, in welchen Bereichen und wie tief diese Altlasten liegen - außerdem, ob sie im Boden bleiben können oder ausgetauscht werden müssen. Wir möchten erst einmal klare Verhältnisse, denn davon ist auch abhängig, was wo gebaut werden kann", so Wissdorf.

Laut dem SEG-Prokurist gibt es zudem erste Kontakte zu Interessenten, auch über die Stadtgrenzen hinaus, sowohl für den Bau von Ein- als auch von Mehrfamilienhäusern.

Mehrere Ratsfraktionen plädierten dafür, die Pläne für das Bauhof-Grundstück in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Anfang des Jahres hatte CDU-Fraktionschef Wolfgang Kaiser sich für ein Stadtplanungskonzept für alle frei werdende Flächen in der City stark gemacht. Und die UWG forderte, das Gelände mit Stadion-Areal, Alter Feuerwache, Flutgraben und Platz der Republik in eine "ganzheitliche Stadtentwicklung in einem Guss" einzubeziehen.

(cso-)