Schwammspinner erreicht Grevenbroich Stadt kämpft gegen neue Kahlfraß-Raupe

Grevenbroich · Als wäre der Eichenprozessionsspinner nicht schon genug: 2022 wurde erstmals der Schwammspinner im Stadtgebiet gesichtet – auf einem Friedhof bei Hemmerden. Die Raupen sind weitaus gefräßiger. Helfen soll eine „Bakterien-Keule“.

 Zahlreiche Schwammspinner auf einem Holzgeländer, fotografiert im bayerischen Gunzenhausen. Die Raupen vermehren sich extrem schnell und sorgen für einen massiven Kahlfraß. Und sie zeichnen sich durch feine Härchen aus. 
  Foto: Karmann/dpa

Zahlreiche Schwammspinner auf einem Holzgeländer, fotografiert im bayerischen Gunzenhausen. Die Raupen vermehren sich extrem schnell und sorgen für einen massiven Kahlfraß. Und sie zeichnen sich durch feine Härchen aus. Foto: Karmann/dpa

Foto: dpa/Daniel Karmann

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind durch ihre Brennhaare ein Problem. Da hat Pascal Ramrath von den Grevenbroicher Stadtbetrieben den Politikern in der jüngsten Sitzung des Umweltbeirats bei seinem Vortrag nichts Neues erzählt. Aber dann wurden die Mitglieder des Gremiums doch noch hellhörig, denn: Da ist ein neues Krabbeltierchen, das den Fachleuten einige Sorgen bereitet. Der Schwammspinner ist da. Ein ziemlich gefräßiges „Biest“, das in diesem Jahr zum ersten Mal im Stadtgebiet gesichtet wurde. Wie Pascal Ramrath ausführte, wurden Raupen des Nachtfalters auf dem jüdischen Friedhof bei Hemmerden entdeckt. Dort allerdings fast überall. „Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner ist der Schwammspinner nicht nur auf Eichen beschränkt.“ Auch in Hecken und sogar an Grabsteinen sollen sich die Raupen des Insekts getummelt haben.