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Grevenbroich: Schule wartet auf Entscheidung

Grevenbroich : Schule wartet auf Entscheidung

Wird die Martin-Luther-King-Schule mit der Dormagener Schule am Chorbusch fusionieren? Auf diese Entscheidung warten Lehrer, Eltern und Schüler. Ob der Schulausschuss jetzt schon zustimmt, ist fraglich.

Wann wird über die Zukunft der Martin-Luther-King-Schule entscheiden? Auf diese Frage hat Thomas Staff, Leiter des Schulamtes noch keine Antwort. "Die Förderschule in Frimmersdorf könnte mit der Schule am Chorbusch in Dormagen fusionieren. Doch zunächst müssen der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Dormagen klären, wer die Trägerschaft übernimmt."

Foto: Michael, Reuter

Vorher werde auch in Grevenbroich keine Entscheidung fallen. Staff hält es für "äußerst unwahrscheinlich, dass im Schulausschuss am 6. November über die Auflösung der Martin-Luther-King-Schule diskutiert wird". Lehrer, Schüler und Eltern an der Förderschule in Frimmersdorf würden sich aber Klarheit für die Zukunft wünschen, sagt Schulleiterin Anne Becker gegenüber die NGZ: "Die Stimmung ist durchwachsen. Alle warten auf eine Entscheidung."

Belastung für ältere Schüler

In der Martin-Luther-King-Schule lernen zurzeit 142 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Kreisgebiet; viele leben in Grevenbroich, Rommerskirchen und Jüchen. Für das drohende "Aus" der Förderschule für Lernen gibt es zwei Gründe: Zum einen die sinkenden Schülerzahlen, zum anderen das Recht von Menschen mit Handicap, eine allgemeinbildende Schule zu besuchen. Seit Ende August gibt es Gerüchte über eine Schließung der Schule zum Schuljahr 2013/14.

Rektorin Anne Becker hofft auf eine "positive Lösung", wenn die Schüler demnächst in Dormagen unterrichtet werden sollten. Allerdings sei dies eine schwierige Situation — besonders für die künftigen Abschlussjahrgänge 9 und 10: "Die Jugendlichen müssen sich auf ihren Abschluss konzentrieren. Wenn sie außerdem noch für ein Jahr an eine andere Schule wechseln, mit anderen Lehrern lernen sollen und vielleicht ihren gewohnten Klassenverband aufgeben müssen, dann bedeutet das für sie schon eine starke Belastung."

Auch viele Eltern würden sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machen — besonders Schüler aus Jüchen würden den deutlich längeren Fahrweg nach Dormagen scheuen. "Zurzeit orientieren sich viele Eltern anders und stellen einen Antrag auf integrativen Unterricht", sagt Anne Becker. Bis Dezember müsse dies beantragt werden. Ein Problem: Diese Plätze, etwa an der neuen Sekundarschule in Jüchen, sind begrenzt.

Thomas Staff äußerst sich nach dem ersten Treffen am Chorbusch zwischen den Verwaltungen beider Städte und des Rhein-Kreises zufrieden über die räumlichen Gegebenheiten in Dormagen. Allerdings seien noch viele Vorbereitungen zu treffen: "Es wäre gut, wenn wir bald ein Signal geben könnten."

(NGZ/rl)