Schulausschuss: Gutachterin sieht ausreichende Schülerzahl für dritte Gesamtschule.

Schullandschaft in Grevenbroich: Genügend Schüler für eine dritte Gesamtschule in der Stadt

Gutachter haben die Schülerzahlprognosen im Auftrag der Stadt erstellt.

Für eine dritte Gesamtschule in Grevenbroich besteht, wenn die Diedrich-Uhlhorn-Realschule ausläuft, ein ausreichend großes Schülerpotenzial. Das verdeutlichte im Schulausschuss Ulrike Lexis vom Büro Garbe & Lexis, das im Auftrag der Stadt Schülerzahlprognosen erstellt hat. Wohin die Reise aus Sicht der Stadt gehen soll, hat Bürgermeister Kaus Krützen bereits vorgestellt.

Jährlich entscheiden sich nur rund 30 Eltern für die Realschule. Die Eingangsklassen werden mit vielen Kindern gefüllt, die keinen Gesamtschulplatz erhalten haben. Nach dem Plan im Rathaus soll die Realschule ab 2020/21 auslaufen und in Wevelinghoven eine dritte Gesamtschule entstehen. Für eine funktionierende Oberstufe sind laut Stadt sechs Züge nötig.

Die Prognosen bis weit in die 20er Jahre geben das her. „Die Zahl der Geburten ist gestiegen“, sagte Ulrike Lexis. Die Zahl der Fünftklässler steigt von 584 im Jahr 2017 auf bis zu 670 2021/22 und bleibt danach weiter über 610, in den Zukunftszahlen ist ein Teil der Rommerskirchener Schüler eingerechnet. „2026 wird das dickste Jahr“, erklärte Ulrike Lexis angesichts von rund 740 erwarteten Fünftklässlern – unter der Prämisse, dass Zuzüge und Zuwanderung wie bislang ausfallen. Damit wären 27 statt heute 22 Züge an den weiterführenden Schulen in Grevenbroich nötig. Das Fazit für 2026: „Die dritte Gesamtschule kann definitiv sechs Züge haben.“ Bereits ab dem Jahr 2020 sind fünf bis sieben Züge möglich.

Politiker betonten, dass  auch die geplanten Baugebiete und damit verbundene Zuzüge berücksichtigt werden müssen, „sonst geraten wir in einen Engpass“, sagte Martina Suermann (Mein Grevenbroich). „Wir sollten nicht zu zaghaft denken. Ich will nicht erleben, dass wir Kinder nicht aufnehmen können“, erklärte Gunter Schillings (SPD). Michael Jung, ehemaliger Leiter des Erasmus-Gymnasium, hat Bedenken, ob ausreichendes Potenzial für eine weitere Oberstufe besteht.

Der Schulausschuss beschloss bei einer Enthaltung, dass die Verwaltung nun mit der Bezirksregierung   Gespräche für die „zukünftige Schulorganisation der weiterführenden Schulen“ führen soll.