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Grevenbroich: Schul-Zukunft noch in diesem Jahr entscheiden

Grevenbroich : Schul-Zukunft noch in diesem Jahr entscheiden

In die Umgestaltung der Grevenbroicher Schullandschaft kommt Bewegung. "Wir haben zwar keine Eile, aber wir sollten das Thema bald angehen", sagt etwa Klaus Krützen, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender.

In dieser Einschätzung trifft er sich mit Irmintrud Berger, (CDU), der Vorsitzenden des Schulausschusses. Sie könnte sich vorstellen, "noch in diesem Jahr die Weichen für eine Sekundar- oder eine zweite Gesamtschule zu stellen".

Nach dem Aus der Gemeinschaftsschule sowie dem Schulfrieden aus Landesebene und seinem Resultat — der Sekundarschule — waren die Pläne für die die weiterführenden Schulen in Grevenbroich auf Eis gelegt. Damals die gemeinsame Devise von CDU und SPD: keine Hektik, in Ruhe die geeignete Lösung für Grevenbroich finden. Dies hatte auch CDU-Fraktionschef Norbert Gand betont.

Jetzt soll die Entscheidung doch schneller getroffen werden: Noch vor den Sommerferien könnte nun laut Irmintrud Berger eine informelle Elternbefragung organisiert werden. Darin sollen sich Mütter und Väter von Dritt- und Viertklässler zwischen einer zweiten Gesamtschule und einer neuen Sekundarschule entscheiden.

Je nach Ergebnis soll bis Jahresende die gewünschte Schulform bei der Bezirksregierung beantragt werden: Sie könnte dann im Schuljahr 2013/2014 starten. Die Abstimmung soll zunächst im Schulausschuss, dann im Rat folgen. Ein Zeitplan, mit dem die SPD gut leben kann, auch wenn Klaus Krützen den Elternwillen bereits aus den bis zu 180 Ablehnungen an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule erkennt: "Für uns ein klares Zeichen, was die Eltern wollen."

Ob eine Sekundar- oder eine Gesamtschule kommt: Zwei weiterführende Schulen werden keine neuen Klassen bilden. Ob die Hans-Sachs-Schule (einzügig), die Katholiche Hauptschule (vierzügig) oder die Realschule Bergheimer Straße (vierzügig) geschlossen wird, dazu wollte sich Krützen nicht äußern: "Auch wenn ich verstehen kann, dass in manchen Kollegien jetzt Unruhe herrscht."

(NGZ)