Der Ehrenamtler: Schützengeneral mit Liebe zu Pferden

Der Ehrenamtler: Schützengeneral mit Liebe zu Pferden

Heinz Hoster ist auf dem Hof seiner Eltern mit Pferden aufgewachsen. Er reitet gern, sitzt auch als General der Liedberger Schützen im Sattel. Seit zwölf Jahren ist der heute 66-Jährige Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Liedberg.

Heinz Hoster ist mit Pferden groß geworden, er hat vor diesen stattlichen Tieren nie Angst gehabt. Im zwölften Jahr ist der 66-Jährige jetzt schon Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Liedberg. Dieses Ehrenamt macht ihm immer noch sehr viel Spaß.

Aus dem elterlichen Hof am Wasserweg war in den 1960er Jahren ein Reitstall geworden - einer der ersten im Umkreis. Zwar schwärmen junge Mädchen nach wie vor von einem eigenen Pferd, aber Heinz Hoster hat die Erfahrung gemacht, dass das Geld nicht mehr so locker sitzt. Das spürt auch der Reit- und Fahrverein: "Wir hatten mal 190 Mitglieder, diese Zahl ist jetzt auf 140 zurückgegangen." Obwohl es längst keine niedlichen Ponys mehr gibt, die eine Kutsche ziehen, behält man die Bezeichnung "Fahrverein" im Vereinnamen bei.

Der Vorstand des Reit- und Fahrvereins kommt einmal pro Monat zusammen, um sich auszutauschen und Aktionen zu organisieren. Zu den Angeboten für sie Mitglieder des Reit- und Fahrvereins gehören Dressur- und Springkurse, und obwohl der Vorsitzende derzeit wegen Zeitmangels kein eigenes Pferd hat, gibt er immer noch Lehrgänge und organisiert Ausritte: "Im Sommer reiten wir über die Felder bis Schloss Rheydt", erzählt der 66-Jährige, der in Neuwerk eine Metzgerei mit Partyservice betreibt. Besonders den Jugendlichen im Reit- und Fahrverein hat der Verein einiges zu bieten - zum Beispiel Wochenendausflüge auf ein Gestüt in Nettetal.

Heinz Hoster hat aber noch ein weiteres Hobby, das ebenfalls mit der Reiterei, aber auch mit der Verbundenheit mit seiner Heimat zu tun hat: Vater Wienand Hoster war bereits General der Liedberger Schützen, später dann sein älterer Sohn, und nach dessen Tod war Heinz Hoster an der Reihe.

Im Gegensatz zu seinem Neffen Tim Hoster, der es 2014 im Sattel seines Pferdes zum deutschen Vizemeister gebracht hatte, ist Heinz Hoster kein Reiter, der die ganz großen Lorbeeren gesammelt hat. Sattelfest ist er gleichwohl. Als General bevorzugt er fremde Pferde, die sich während der Paraden aufgrund ihrer Schützenfesterfahrungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Ich käme nie auf die Idee, einem Pferd vor dem Schützenfest-Einsatz eine Beruhigungsspritze zu geben", sagt der 66-Jährige, der sein Geschäft bald Sohn Patrick übertragen wird - der ist übrigens kein Reiter, sondern ein begeisterter Fußballer.

Sein Vater hat früher viel für den TuS Liedberg getan, hat unter anderem Trainingslager mit organisiert. Das Motto von Heinz Hoster lautet: "Man muss eine Aufgabe haben, kann nicht nur hinter'm Ofen sitzen." 2014 war er für weitere drei Jahre im Amt des Vorsitzenden des Reit- und Fahrvereins bestätigt worden. Gut möglich, dass er 2017 dann noch einmal kandidiert.

(NGZ)