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Grevenbroich: Schützen wünschen sich mehr Fahnen in der City

Grevenbroich : Schützen wünschen sich mehr Fahnen in der City

Während ihrer Umzüge sind die Schützen in den vergangenen Tagen gleich mehrfach durch die Grevenbroicher Innenstadt gezogen. Dabei richteten sie ihren Blick nicht nur auf die vielen Zuschauer am Straßenrand. Manchen fiel auch die Beflaggung der Häuser auf – allerdings negativ.

Während ihrer Umzüge sind die Schützen in den vergangenen Tagen gleich mehrfach durch die Grevenbroicher Innenstadt gezogen. Dabei richteten sie ihren Blick nicht nur auf die vielen Zuschauer am Straßenrand. Manchen fiel auch die Beflaggung der Häuser auf — allerdings negativ.

Ein Schütze aus dem Regiment, der jedoch nicht genannt werden möchte, hat die entlang der Marschwege aufgehängten Fahnen gezählt. Sein Ergebnis: "Insgesamt 97 Fahnen, Flaggen und Banner." Sein Urteil: "Viel zu wenig für eine Stadt wie Grevenbroich, die zudem noch ihr 700-jähriges Bestehen feiert. In Neuss würde ein solches Erscheinungsbild nicht akzeptiert."

Nach dieser Bestandserhebung hängen alleine 31 der 97 Fahnen an öffentlichen Gebäuden — also am Rathaus, an der Kreisverwaltung, am Erasmus-Gymnasium, an der Polizeiwache und am Amtsgericht. "Das Fazit: 66 Fahnen an Privathäusern — ansonsten trostlose Leere", so der aufmerksame Schütze.

Dies gelte auch für die Lindenstraße und insbesondere die Fußgängerzone, wo viele Geschäfte und letztlich auch die City-Kirche St. Peter und Paul "unbeflaggt" gewesen seien. Der Tipp aus dem Regiment: "Vielleicht sollte der Werbering-Vorstand hier einmal fürs nächste Jahr mahnende Worte sprechen. Vorsitzender Fred Schlangen ist doch Mitglied des BSV."

Der Bürgerschützenverein selbst hat schon vor einigen Jahren eine Aktion gestartet, um den Fahnenschmuck zum Schützenfest zu verbessern. Die Brauchtumsfreunde verkaufen nicht nur die Banner mit dem Stadtwappen, sie sorgen auch für eine fachgerechte Aufhängung. "Wir befestigen sogar die Kartuschen für die Fahnenstangen an den Fassaden, und zwar kostenlos", meint Jan Wosnitza vom Jägerzug "St. Bernardus". Trotz dieses Rundum-Services gibt er jedoch zu: "Es könnten schon ein paar mehr Leute sein, die sich für eine Fahne interessieren." Für die Lindenstraße kündigt Wosnitza an: "Dort wollen wir viele rot-weiße Wimpelketten befestigen. Dafür fehlt uns jedoch noch die Genehmigung."

(NGZ/rl)