Grevenbroich: Schützen starten in ihr Jubiläumsjahr

Grevenbroich: Schützen starten in ihr Jubiläumsjahr

Die Neuenhausener Bruderschaft wird 350 Jahre alt. Beim Jubiläumsempfang stellten die Sebastianer eine Chronik vor.

Paukenschlag bei der St.-Sebastianus-Bruderschaft Neuenhausen: Die Schützen starteten gestern offiziell in ihr Jubiläumsjahr. Das rund 600 aktive Mitglieder zählende Regiment kann 2018 auf eine 350-jährige Geschichte zurückblicken - ein Jubiläum, das gebührend gefeiert werden soll. "Wir haben uns viel vorgenommen", sagte Brudermeister Stefan Janz beim Jubiläumsempfang im Schützenhaus. Bereits ab Donnerstag, 8. März, soll in der Sparkassenfiliale an der Karl-Oberbach-Straße eine Ausstellung über die Geschichte der Bruderschaft und des Ortes Neuenhausen zu sehen sein. Darüber hinaus kündigte Stefan Janz die Veröffentlichung einer Chronik über das Wirken der Bruderschaft in den vergangenen 25 Jahren an, die etwa 200 Seiten stark sein und zehn Euro kosten soll.

Einen weiteren Höhepunkt dürften die Feierlichkeiten zum 350-Jahr-Jubiläum am zweiten April-Wochenende erreichen: Für Freitag, 13. April, plant die Bruderschaft einen Schießwettbewerb für alle Grevenbroicher Schützenzüge. Am darauffolgenden Samstag sollen in einem 2000 Quadratmeter großen Festzelt auf dem Neuenhausener Kirmesplatz bei einer kölschen Nacht vier namhafte Bands aus der Domstadt auftreten: Miljö, die Klüngelköpp, Paveier und die Kölsch-Fraktion sind verpflichtet worden. Eintrittskarten sind unter anderem beim Vorstand der Bruderschaft zu je 22,50 Euro erhältlich.

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Der stellvertretende Diözesan-Bundesmeister Robert Hoppe lobte den Einsatz der Neuenhausener Sebastianer für Glaube, Sitte und Heimat. "Der Bruderschaft gelingt es, Menschen für sich zu begeistern." Ähnliche Worte fand die Landtagsabgeordnete Heike Troles, die Brudermeister Stefan Janz eine Ehrenplakette fürs Schützenwesen vom NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet übergab. Gefreut haben dürfte sich Stefan Janz auch über ein besonderes Geschenk des Grevenbroicher Bürgermeisters Klaus Krützen: Er schenkte ihm nachgemachte Insignien seiner Königswürde aus dem Jahr 2010. Die Originale waren dem Brudermeister bei einem Einbruch gestohlen worden. Krützens Vor-Vorgänger Axel Prümm unterstrich als Schirmherr der Jubiläumsfeierlichkeiten, dass die Bruderschaft alles unternehme, um das Jubiläum gebührend zu feiern. "Genießt es, Teil der Gemeinschaft zu sein", sagte Prümm und erntete großen Applaus auch für ein großes Dankeschön, das er an Hermann Gröhe richtete: Der bisherige Bundesgesundheitsminister, der in Neuss wohnt, wird wohl im neuen Regierungskabinett keine Ministerrolle mehr besetzen.

Eingebettet in Musikstücke des Tambourkorps Neuenhausen ging Stefan Janz schließlich noch einmal auf die Ausstellung in der Sparkasse ein, die von Donnerstag an bis zum 29. März zu sehen sein soll. Zu sehen sein sollen etwa eine Königskrone und ein historisches Priestergewand, auf dem ein Bild des Willibrordus gestickt ist. Weitere Infos zum Jubiläum gibt's auf der neuen Homepage der Bruderschaft, die gestern freigeschaltet wurde.

(cka)