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Grevenbroich: Schützen pochen auf Hilfe der Stadtbetriebe

Grevenbroich : Schützen pochen auf Hilfe der Stadtbetriebe

Bei Festen soll die neue Anstalt öffentlichen Rechts wie bisher den Wirtschaftsbetrieben helfen. Präsidentenrunde spricht mit Krützen.

Die Schützenfestsaison 2017 in Grevenbroich ist fast beendet, doch so mancher Verantwortliche blickt gespannt auf das kommende Jahr, wenn die neuen Stadtbetriebe Grevenbroich Anfang des Jahres die Aufgaben der bisherigen Wirtschaftsbetriebe übernehmen. "Wir wollen wissen, was dann passiert, ob die neue Anstalt öffentlichen Rechts die Aufgaben für uns genauso übernimmt wie bislang die WGV", erklärt Ferdi Korte, Geschäftsführer der Präsidentenrunde der 21 Schützenvereine, Bruderschaften und Kirmesgesellschaften in Grevenbroich - sie repräsentieren insgesamt rund 25.000 Schützen im Stadtgebiet. Für das nächste Treffen der Runde am Montag, 16. Oktober, ist Bürgermeister Klaus Krützen eingeladen, um Informationen zu geben.

Bislang können die Schützen auf so manche kostenlose Unterstützung bei ihren Schützen- und Heimatfesten zählen. WGV-Mitarbeiter bauen die Tribüne auf, fahren Drängelgitter und Sperrböcke für Straßensperrungen in den Ort, bauen Masten auf, die in den Dörfern dann laut Ferdi Korte, von den Schützen mit Fahnen bestückt werden. In der Grevenbroicher City hängen die Wirtschaftsbetriebe per Hubsteiger auch den Fahnenschmuck über den Straßen auf. "Das kann der Verein nicht, dafür sind in der Innenstadt Technik und Fachleute erforderlich", sagt Peter Cremerius, Präsident des Bürgerschützenvereins Grevenbroich. Wie dies weiter abläuft, müsse mit der Stadt besprochen werden.

Informationen erhoffen sich die Schützen aber bereits am 16. Oktober im Elfgener Brauhaus von Bürgermeister Klaus Krützen. Und Ferdi Korte formuliert bereits zur Erwartungshaltung: "Wir erwarten die gleiche Unterstützung wie bisher." Die Schützen würden viel für die Gemeinschaft, das Dorfleben und die Verschönerung der Orte leisten, argumentiert der Geschäftsführer der Präsidentenrunde. "Sie pflegen Denkmäler und Kriegsgräber, machen Frühjahrsputz, bieten Freizeitaktionen für Jugendliche und vieles mehr."

Eine Bezahlung der Leistungen kommt aus Ferdi Kortes Sicht nicht in Frage. "Die Vereine sind finanziell ausgeblutet, da bleibt keine Luft mehr." Zudem sei bereits manche städtische Leistung im Rahmen der Schützen- und Heimatfeste gespart, Kosten für den städtischen Etat reduziert worden - die Kosten für Trinkwasserproben etwa würden heute die Zeltwirte übernehmen.

Zur Klärung sämtlicher Fragen dürfte es bei dem Treffen der Präsidentenrunde aber voraussichtlich nicht kommen: "Wie es mit den seit Jahren erbrachten freiwilligen Leistungen ab kommendem Jahr weitergeht, muss die Politik diskutieren und entscheiden", erklärt Bürgermeister Klaus Krützen auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Stadtverwaltung werde als Grundlage dafür - zeitnah - eine Liste mit den für die Schützen und auch für andere Vereine erbrachten freiwilligen Leistungen vorlegen, über die Fortführung müsse dann eine Entscheidung getroffen werden.

(NGZ)