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Grevenbroich: Schüler stellen ihre Umwelt-Projekte vor

Grevenbroich : Schüler stellen ihre Umwelt-Projekte vor

Jugendliche aus sechs Grevenbroicher Schulen warben gestern in der City für den Umweltschutz. Sie stellten windbetriebene Autos und Recycling-Fahrräder vor. Nebenbei wurden Ideen für eine lebenswerte Stadt gesammelt.

"Es liegt an Dir!" — unter diesem Motto gestaltete das Grevenbroicher Schulnetzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung" gestern den Tag der Umwelt. "An mir? Wieso an mir?" — das konnten die Grevenbroicher auf einem "Marktplatz der Ideen" in der Fußgängerzone erfahren. "Wir stellen den Bürgern die Probleme vor und laden sie ein, Vorschläge und Ideen zu sammeln", erzählte Lehrer Ansgar Laufenberg, der die Aktion organisiert hatte.

Beteiligt waren die Hans-Sachs-Hauptschule, die Mosaikschule und das Berufsbildungszentrum, die Realschule an der Bergheimer Straße sowie das Erasmus- und das Pascal-Gymnasium. Unterstützt wurden die Schüler von den Mitgliedern des Bienenzuchtvereins und den Mitarbeitern des städtischen Umweltzentrums "Schneckenhaus".

In diesem Jahr standen umweltfreundliche Alternativen und der Ressourcenschutz im Vordergrund des Projektes. Mit simplen Änderungen im Haushalt kann viel erreicht werden. Das weiß auch Michael Heesch, Erster Beigeordneter im Rathaus: "Wir werden nicht um Veränderungen herumkommen, wenn wir eine nachhaltige Entwicklung anstreben. Es ist gut, dass die Initiative aus den Schulen kommt. Es ist ein langer Weg, und wir haben viel Aufklärungsarbeit vor uns", berichtete er.

Das zeigte die Aktion der Realschule Bergheimer Straße. An einem Stand konnten die Passanten testen, wie fit sie in Sachen Mülltrennung sind. "Die Besucher müssen feststellen, dass die Trennung nicht so leicht ist, wie gedacht. Viele Bürger machen Fehler", berichteten die Lehrerinnen der neunten Klasse. Mit dem Thema Mülltrennung befassen sich auch die Schüler der Mosaikschule in Hemmerden. Sie bekommen alte Fahrräder von der Uni Köln gestiftet, schrauben sie auseinander und bringen die verschiedenen Materialien zum jeweiligen Entsorger.

Um den Drahtesel drehte sich auch alles bei der Hans-Sachs-Schule. Unter dem Motto "Aus alt mach neu" machen die Teilnehmer der Fahrrad-AG alte Räder wieder verkehrstauglich. "Wir haben die Bürger gebeten, gebrauchte Räder zu spenden, die von uns wieder aufbereitet werden. Damit haben wir auch etwas für die Umwelt getan, indem wir das Rad statt des Busses nehmen", sagte Thomas Wiemann, Sozialarbeiter an der Hauptschule.

Nicht mit zwei, sondern mit vier Rädern beeindruckten die Schüler des Erasmus Gymnasiums. Sie stellten ein windbetriebenes Auto vor, das sie selbst entwickelt haben. Weniger technisch ging es bei dem Projekt des Pascal-Gymnasiums zu: Schüler erklärten den Interessierten, wie es in einem Bienenstock zugeht und wie Honig gemacht wird. "Wir arbeiten mit dem Grevenbroicher Bienenzuchtverein zusammen und veranstalten Workshops, in denen wir Klassen von anderen Schulen unser Projekt vorstellen", sagte Angela Patzner, Lehrerin am Pascal Gymnasium.

2014 wollen sich die Schulen wieder am "Tag der Umwelt" beteiligen. Dann sollen neben der Mülltrennung auch ökologische Projekte auf den Schulhöfen vorgestellt werden.

(NGZ/rl)