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Schubertstraße in Kapellen: FDP fordert Stopp für Bau-Pläne

Schubertstraße in Grevenbroich-Kapellen : Auch die Liberalen fordern den Stopp für die Bau-Pläne

Auf die CDU folgt die FDP: Die Stadt soll auf Wunsch der Liberalen die Gesamtsituation in Kapellen in den Blick nehmen. Eine Rolle spielen dabei die wenigen Freiflächen – und vor allem die Platz-Situation an der nahen Grundschule.

Die FDP Grevenbroich macht sich in einem Antrag für die nächste Sitzung des Planungsausschusses dafür stark, dass vorerst keine Bebauungspläne für das Areal an der Schubertstraße erstellt werden. Die Liberalen fordern eine Zurückstellung – und einen Rahmenplan für den Gesamtbereich: Berücksichtigt werden sollen bauliche Veränderungen an der nahe gelegenen Grundschule und die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur im Stadtteil. Erst vor wenigen Tagen hatten Eltern auf die prekäre räumliche Situation der Offenen Ganztagsschule aufmerksam gemacht und ihrer Forderung gegenüber Stadt und Politik Nachdruck verliehen, für einen größeren Neubau zu sorgen.

Die Fläche direkt neben der Schule für Wohnbebauung zu nutzen, passt aus Sicht der Eltern nicht zur aktuellen Situation. Und offenbar gibt es auch Bedenken in der Politik. Die FDP ist nicht die erste Fraktion, die auf die Bremse tritt: Anfang des Monats hatte die CDU bereits den Wunsch nach einem Moratorium geäußert. Die Pläne für eine Bebauung sollten für fünf Jahre nach der Erweiterung von Kita und Grundschule auf Eis gelegt werden.

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Einen Vorschlag der Verwaltung, nach dem das Areal an der Schubertstraße mit drei Mehrfamilienhäusern bebaut werden sollte, hatten die Planungspolitiker bereits zurückgewiesen. Die Verwaltung sollte einen schlankeren Entwurf mit lediglich zwei Baukörpern erarbeiten. Den Ruf nach einem Stopp für die Erstellung der Bebauungspläne für die Schubertstraße begründet die FDP unter anderem damit, dass es den Anwohnern durch die hohe Kundenfrequenz benachbarter Geschäfte schon jetzt nur schwer möglich sei, zu ihren Grundstücken zu gelangen. Die Politiker befürchten eine Verschärfung der Situation. „Ständige Konfliktsituationen wären vorprogrammiert“, heißt es in der Antrags-Begründung.

Außerdem gelte es, ein Augenmerk darauf zu legen, dass wichtige Freiflächen im alten Ortsteil nicht irreversibel in Wohnbebauung umgewandelt werden. Auch mögliche Engpässe bei der Schüler-Betreuung müssten berücksichtigt werden. Es sei bereits erkennbar, dass weitere Kapazitäten für Bildungs- und Betreuungsaufträge benötigt werden. „Eine intelligente Planungspolitik antizipiert absehbare Engpässe“, schreibt die FDP.

(cka)