Grevenbroich: Schon 1650 Gäste im Schneckenhaus

Grevenbroich : Schon 1650 Gäste im Schneckenhaus

Neues Konzept kommt laut Stadt an. Aquarien sollen neu gestaltet werden.

Die Umweltstation im Schneckenhaus ist zu ihren Wurzeln vor 20 Jahren zurückgekehrt. Nach der Schließung der Tierauffangstation 2014 steht jetzt wieder der Bildungsauftrag im "grünen Klassenzimmer" im Mittelpunkt - und das neue Konzept kommt laut Klaus Gähl, Fachdienstleiter für Umweltschutz, gut an: "In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 haben 1650 Jungen und Mädchen vor allem aus Kindergärten und Grundschulen das ,grüne Klassenzimmer' besucht. Das ist eine hervorragende Zahl, die größer ist als in früheren Jahren", erklärt Gähl. Das Umweltzentrum will den Schulunterricht anschaulich ergänzen. Die Kinder bestimmen beispielsweise heimische Baumarten, erfahren, wie man Nistkästen fertigt, analysieren die Gewässergüte in der Erft oder werfen einen Blick auf das Leben eines Bienenvolks. "Je mehr Sinne - fühlen, sehen, riechen - angesprochen werden, umso größer ist der Lernerfolg", sagt Gähl. Möglich seien auch Projekte über mehrere Tage. Die Stadt will auch die Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen verstärken, beispielsweise über das Schulnetzwerk "Bildung für nachhaltige Entwicklung", dem mehrere Schulen angehören.

Das Schneckenhaus-Areal am Rande des Bends soll neu gestaltet werden, allerdings waren die Arbeiten ins Stocken geraten - "wegen personeller Engpässe", wie es im Rathaus heißt. Mehrere alte Volieren wurden abgerissen.

Ein Projekt für die Zukunft ist die Neugestaltung des Gewässerlehrpfades mit den drei großen Aquarien für Fischarten, die in der Erft leben. Die - von Randalierern zerkratzten - Scheiben sollen erneuert werden, ebenso die Böden der Bassins. Darüber hinaus ist an eine Pergola gedacht. "Durch zuviel Sonneneinstrahlung ist die Algenbildung in den Aquarien zu stark, und dadurch sieht man die Fische schlecht", erläutert Klaus Gähl. Die Maßnahmen für die Aquarien seien recht kostenaufwendig", die Kosten würden wohl im fünfstelligen Bereich liegen. Der Förderverein Schneckenhaus bemühe sich, Sponsoren für das Projekt zu finden.

(NGZ)
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