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Grevenbroich: Schlossbad verzichtet auf Ferienaktion

Grevenbroich : Schlossbad verzichtet auf Ferienaktion

Die Osterferien stehen vor der Tür – doch Aktionen im Schlossbad gibt's in den schulfreien Wochen nicht. Das Team im Rommerskirchener Bad lässt sich dagegen eine Menge einfallen. Grevenbroicher Politiker sehen Handlungsbedarf.

Da ist Badespaß garantiert: Mittwoch- und freitagnachmittags ab 15 Uhr wird in den Osterferien der 1,50 Meter hohe schwimmende Kletter- und Rutschturm zu Wasser gelassen. Und am Karsamstag tollen die Kinder auf "Doggie", einem großen aufblasbaren Hund, im Becken. Solche Attraktionen gibt's nicht etwa im Schlossbad, sondern im Rommerskirchener "Sonnenbad". "Zu unseren Spielaktionen kommen rund 50 Kinder, darunter auch Grevenbroicher – aus Allrath, Wevelinghoven und Kapellen", so Leiterin Petra Gemmer. Auch das Neukirchener Bad bietet einen Wasser-Spielnachmittag für Kinder (18. April, 16 Uhr)

Das Schlossbad kann da nicht mithalten, bei Ferienaktionen herrscht Fehlanzeige. "Wir richten keine Spielaktionen aus", erklärt Rainer Baumgardt, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV). "Würden wir für Kinder etwa ein großes Spieltier aufbauen, würde das die Wasserfläche verkleinern und andere Besucher abhalten", begründet er. Zudem sei das Bad-Personal zurzeit damit beschäftigt, "das Freibad für die neue Saison vorzubereiten". Ein anderes Hindernis: Die WGV müssten erst Spielgeräte kaufen oder mieten. "So lange die Zukunft des Bades nicht fest steht, wollen wir keine Investitionen vornehmen, die nicht zwingend notwendig sind", sagt Baumgardt. Die Politik diskutiert zurzeit über verschiedene Module für einen Bad-Neubau.

CDU-Ratsfrau Heike Troles, die mit ihrer Familie selbst schon im Sonnenbad Kindergeburtstag gefeiert hat, lässt die WGV-Argumente nicht gelten – sie sieht Handlungsbedarf. "Überschaubare Anschaffungen wie Spielgeräte sollten möglich sein. Aufsichtspersonal muss natürlich vorhanden sein, aber das klappt anderswo auch", so die Mutter von zwei Kindern. "Mein zwölfjähriger Sohn verabredet sich im Südbad in Neuss, weil es attraktiver ist. Über einen Kinder- und Jugendtag im Schlossbad würden sich viele freuen. Oft sind andere Ferienangebote ja bereits früh ausgebucht." Und SPD-Ratsherr Klaus Krützen meint: "Mit besonderen Aktionen könnten mehr Menschen ins Schlossbad gelockt werden."

Eine Alternative in den Ferien ist ein Freibad-Besuch, das Thermometer soll Anfang nächster Woche auf 20 und Ostern auf 24 Grad klettern. Doch das Freibad am Schloss kann am 30. April erstmals öffnen – zum Ferienende. Andere sind schneller. Die Liegewiese im Rommerskirchener Bad ist bereit, im "Schlossbad Niederrhein" in Mönchengladbach öffnet morgen das Freibad. Doch Baumgardt meint: "20 Grad sind kein Wetter fürs Freibad. Morgens und abends ist es noch kalt, da würden kaum Besucher kommen."

(NGZ)