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Grevenbroich: Schlossbad: Gand wehrt sich gegen Kritik

Grevenbroich : Schlossbad: Gand wehrt sich gegen Kritik

CDU-Fraktionschef Norbert Gand hat die Kritik von SPD-Fraktionsvize Holger Holzgräber an Bürgermeisterin Ursula Kwasny scharf zurückgewiesen.

Holzgräber hatte Kwasny für die "nachlässige Arbeit der Verwaltung" gerügt. Die Stadtverwaltung hätte die von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke geforderte Genehmigung des steuerlichen Querverbundes für den Schlossbad-Neubau ihren Unterlagen beifügen müssen.

"Herr Holzgräber kennt offenbar die Sachlage nicht und sollte sich mit seinen Schuldzuweisungen zurückhalten", sagte Gand. Die Genehmigung könne nicht vorliegen.

Und darum geht es: Das Gas- und Wasserwerk (GWG) soll das neue Schlossbad betreiben. Weil das Bad auch künftig ein Minusgeschäft ist, könnte GWG die Verluste des Bades mit Gewinnen aus anderen Bereichen verrechnen. Der städtische Zuschuss fiele dementsprechend geringer aus. Das Finanzamt müsste aber diesen steuerlichen Querverbund genehmigen. Dafür ist eine wirtschaftliche Verflechtung von Bad und GWG Voraussetzung. Ein Blockheizkraftwerk im Bad könnte dies sicherstellen.

"Das Finanzamt kann aber erst dann eine Genehmigung erteilen, wenn das endgültige Konzept vom Landrat genehmigt wurde", beschreibt Gand das Dilemma. Um das 25-Meter-Außenbecken bauen zu dürfen, muss eine Seite nachgeben: Finanzamt oder Landrat.

Petrauschke signalisiert Gesprächsbereitschaft: "Mir scheint, bei der Stadt wird nun kräftig gearbeitet. Gut so: Ich lasse mich gerne überzeugen, dass der Querverbund genehmigt wird und einen finanziellen Vorteil bringt. Und den braucht es, wenn es mehr als nur ein Hallenbad werden soll."

(NGZ)