Grevenbroich: Schlechte Note für den Bahnhofsschalter

Grevenbroich: Schlechte Note für den Bahnhofsschalter

Eine schlechte Note für den Bahnhof Grevenbroich: In einer Liste von 24 Bahnhöfen rangiert er bei der Bewertung der Reisezentren und Agenturen für Beratung und Ticketverkauf auf dem letzten Platz. Spitzenreiter ist der Neusser Bahnhof.

Das geht aus dem Qualitätsbericht 2009 des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr für den Schienenpersonennahverkehr hervor, der jetzt VRR-Gremien zur Kenntnis vorgelegt wird. "Wir haben im Herbst Testkunden losgeschickt, um Standards in Bahnhöfen zu überprüfen", erklärt VRR-Sprecher Lars Wagner.

In Grevenbroich habe es ein Problem beim Kriterium "Fachkompetenz" gegeben — beispielsweise "bei der Auswahl des günstigsten Tickets unter mehreren Möglichkeiten". Andere Kriterien sind etwa die Wartezeit und die Erkennbarkeit der Vertriebsstelle. Auffällig: Bei der Punktebewertung schneidet Grevenbroich mit 64,2 Prozentpunkten schlechter ab als 2008 mit 70,7.

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Marianne Bongartz, die im Bahnhof die "DB 3 Reisewelt in Grevenbroich" betreibt, kann das Ergebnnis nicht nachvollziehen. "Meine Mitarbeiter und ich kennen den VRR in- und auswendig. Und wir sind weithin die einzige Verkaufsstelle in einem Bahnhof, die VRR-Tickets am Schalter verkauft — anderswo werden die Kunden zum Fahrkarten-Automaten geschickt. Wir helfen auch, wenn Fahrgäste mit den Automaten nicht zurecht kommen."

Eine bessere Note erhält der Bahnhof dagegen beim Erscheinungsbild. Im VRR-Stationsbericht für alle Bahnhöfe, mit dem sich ebenfalls VRR-Gremien befassen, gibt es für Grevenbroich in der gesamtbewertung ein grünes Licht — für "in Ordnung". "Rot" — "nicht akzeptabel" lautet die Bewertung allerdings beim Punkt "Graffiti" beim Zugang zum Bahnsteig.

(NGZ)