Grevenbroich: Schäden durch Graffiti

Grevenbroich : Schäden durch Graffiti

Ein unbekannter Sprayer hat an vielen Orten in der Stadt das Kürzel "OMS" hinterlassen. Durch die Schmierereien wurden Bänke und Schilder auf dem Waldlehrpfad beschädigt. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Es sind zwar nur drei Buchstaben, aber sie sorgen für mächtig Ärger: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat ein unbekannter Sprayer das Kürzel "OMS" an vielen Orten in der Stadt hinterlassen. "Tag" nennt sich das in Szenekreisen, und gesprüht wurde es unter anderem auf Bänke, auf Schilder des Waldlehrpfads und auf Hinweistafeln im Bend. Einer, der die Schmierereien entdeckt hat, ist Revierförster Frank Wadenpohl. "Das ist eine Riesensauerei", sagt er. Den Schaden schätzt er auf rund 2500 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. "OMS steht vermutlich für One-Man-Show", meint Wadenpohl.

Die nicht zu übersehende Vandalismus-Spur zieht sich durch das Stadtgebiet. Von der Gustorfer Kirche, über Laach, bis hin zum Erasmus-Gymnasium, sind die "Tags" zu sehen. Im Bend sind Einrichtungen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Wirtschaftsbetriebe betroffen. "Mehrere Bänke im Tiergehege hatten wir in den Winterferien gerade gesandstrahlt und neu gestrichen. Auch nach einem nochmaligen Anstrich kommen die Tags durch. Und die beschmierten Plexiglasscheiben der Waldlehrpfadstafeln werden durch das Reinigen blind", sagt Wadenpohl. Die Konsequenz: Die Scheiben müssen ausgetauscht werden, "Eine Scheibe kostet rund 200 Euro", betont Wadenpohl.

Immer wieder haben die Stadt und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die das Tiergehege betreibt, mit Vandalismusschäden zu tun. Mal traf es die Grillhütte, mal andere Einrichtungen im Bend. Im aktuellen Fall vermutet Wadenpohl, dass ein Schüler der Täter ist. "Wie bereits im Herbst wurden die OMS-Tags kurz nach den Ferien gesprüht." Die Tatzeit diesmal: am frühen Morgen. Nun hofft Wadenpohl, dass der Verursacher ermittelt wird. Die SDW hat 200 Euro als Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgelobt. "Im vergangenen Jahr konnten mit einer solchen Belohnung mehrere Graffiti-Sprayer ermittelt werden."

Ganz leicht wird das allerdings nicht. Polizeisprecher Hans-Willi Arnold hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. "Wir sind auf Zeugen angewiesen. Generell gilt: Wer einen illegalen Sprayer beobachtet, sollte die Polizei informieren", sagt Arnold. "Verfärbungen an den Händen könnten auf einen Anfangsverdacht hinweisen."

Immer wieder sorgen illegale Sprayer in der Stadt für Ärger. Am Erasmus-Gymnasium waren erst im Dezember die Wände der Turnhallen besprüht worden. "Seit unser Schulgelände umzäunt wurde, haben wir aber deutlich weniger Ärger mit Sprayern und Vandalismus", sagt Erasmus-Schulleiter Michael Jung.

(NGZ)