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Satirepartei „Die Partei“ gründet einen Ortsverband Grevenbroich

Satirepartei stellt Programm auf : „Die Partei“ gründet einen Ortsverband Grevenbroich

Vorsitzender ist der 24-jährige Fabio De Leonardis. Mit welchen Forderungen der Ortsverband bei den Grevenbroichern punkten will und was hinter der Partei steckt.

Die Parteienlandschaft in Grevenbroich wird etwas bunter: Die Satirepartei „Die Partei“ hat am vergangenen Freitag einen Ortsverband Grevenbroich gegründet. An der Spitze steht der Allrather Fabio De Leonardis als Vorsitzender, vertreten wird er durch Lisa Granderath. Bei der Gründung im Meerbuscher Büro der Partei sollen drei Mitglieder aus Grevenbroich anwesend gewesen sein, insgesamt zählt der Ortsverband laut De Leonardis acht aktive Mitglieder.

Der Sozial- und Politikwissenschaftsstudent De Leonardis ist seit Frühjahr 2020 Mitglied der Satirepartei, die sich als „Partei für Arbeit, Rechtstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ versteht. Sie wurde vor 17 Jahren von Redakteuren des Satiremagazins „Titanic“ gegründet und konnte in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Wahlen auch Stimmen aus Grevenbroich für sich gewinnen, darunter bei der Kreistagswahl 2020.

Der nun gegründete Ortsverband hat bereits ein Programm für die Stadt aufgesetzt, das nicht ganz ernst gemeinte Ziele beinhaltet. So fordert der Verband etwa, dass den Grevenbroichern bei einer Schließung des Elisabeth-Krankenhauses Erste-Hilfe-Kurse in der leeren Coens-Galerie angeboten werden. Ein anderer Vorschlag mit Blick auf die Mobilität in der Stadt ist die Einführung eines Fährbetriebs auf der Erft mit Halten in Wevelinghoven und Frimmersdorf. Fabio De Leonardis: „Wenn andere Parteien Satire machen, können wir das auch. Uns geht es darum, den etablierten Parteien den Spiegel vorzuhalten.“

(cka)