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Grevenbroich: Samstag beginnt die Kirmes

Grevenbroich : Samstag beginnt die Kirmes

Am Freitag wurde rund um den Platz der Republik noch fleißig gewerkelt. Heute um 15 Uhr wird die Grevenbroicher Kirmes eröffnet. Dabei locken Fahrgeschäfte für Groß und Klein. Die NGZ gibt Tipps, was man nicht verpassen sollte.

Der Schweiß steht Hermann Petter und den Mitarbeitern seines Teams auf der Stirn. Aber viel hat der 24-Jährige auch nicht mehr zu tun: Sein Fahrgeschäft "Double Jump" ist fast aufgebaut, jetzt steht der letzte Feinschliff an.

Ähnlich sieht es gestern Mittag überall auf dem Kirmesplatz aus: Schwitzende Männer sorgen dafür, dass rechtzeitig zum Kirmesstart alles fertig ist. Vom Autoscooter her tönt laute Musik. Das sorgt für gute Stimmung bei der Arbeit, bei der sich alles um einen Termin dreht: Heute um 15 Uhr wird die Kirmes offiziell eröffnet. Die NGZ gibt einen Überblick, auf welche Fahrgeschäfte sich die Grevenbroicher auf der Kirmes freuen dürfen — und was sie erwartet:

1001 Nacht Eintauchen oder besser gesagt: Abheben in die Welt der berühmten morgenländischen Erzählungen können Kirmesgänger auf dem "Fliegenden Teppich", den Schausteller Dany Hartmann erstmals beim Grevenbroicher Schützenfest aufbaut. Mit seinem Gefährt ist der 31-Jährige in ganz Europa unterwegs.

"1001 Nacht" stand zum Beispiel schon im berühmten Wiener Prater. Auf der Grevenbroicher Kirmes ist es das Fahrgeschäft, das die Besucher am weitesten in luftige Höhen katapultiert. 27 Meter hoch schwingt der "Fliegende Teppich" und bietet einen tollen Blick über die Schlossstadt, Nervenkitzel inklusive.

Double Jump Betreiber Hermann Petter hat bei seinen Eltern nachgehört. Sie waren in den 70er Jahren schon einmal mit einem Fahrgeschäft auf der Kirmes beim Grevenbroicher Schützenfest. "Damals war es eine Krake", sagt Petter. Die kam offenbar an, und Hermann Petters Eltern haben die Schlossstadt nicht vergessen. Auch deshalb ist er jetzt erstmals selbst auf der Grevenbroicher Kirmes dabei — und hat den "Double Jump" mitgebracht. Zwei Kessel rotieren dabei auf einer sich drehenden Achse — ein Unikat. Sonst kennt man solche Fahrgeschäfte nur mit einer Drehscheibe. "Wir haben die doppelte Ausführung", sagt Petter.

Aqua-Labyrinth Klitschnass werden Kirmesgänger bei der Suche nach einem Ausweg aus diesem "Unterwasser-Labyrinth" natürlich nicht. "Von außen sieht es allerdings so aus, als würden sie sich direkt durch das Wasser bewegen", sagt Geschäftsführer Heinz Dreckmann. Denn hinter Scheiben, da sprudelt das Wasser. Ein Spaß für Groß und Klein — und garantiert trockener als dieser Sommer.

Beach-Party Das Fehrgeschäft erinnert an Kult-Karussells wie "Schlagerexpress" oder "Raupe". Mit hohem Tempo geht es immer im Kreis. Ein Klassiker, der auf der Kirmes nicht fehlen darf.

Box-Automat Liebe Männer, aufgepasst: Beim Mädels-Beeindrucken kann das schiefgehen. Am Box-Automat kann jeder mit voller Wucht gegen einen Handschuh schlagen — und der Automat zeigt die Stärke an. Für Jungs-Runden spannender als Armdrücken.

(NGZ/rl)