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Grevenbroich: RWE-Power-Chef: BoA geht dieses Jahr komplett ans Netz

Grevenbroich : RWE-Power-Chef: BoA geht dieses Jahr komplett ans Netz

Ein Nachteil der Energiedebatte in Deutschland sei, dass zu schnell Konzepte und Leitlinien ausgewechselt würden. In kurzer Zeit werde bereits die dritte Variante diskutiert.

Das sagt Johannes Lambertz (61), der im Alten Schloss mehr Planungssicherheit für die Energieindustrie anmahnte. Der Vorstandsvorsitzende der RWE Power AG sprach auf Einladung des Rotary-Club (RC) Grevenbroich vor über 150 Gästen im Rittersaal über "100 Tage — Energiekonzept der Bundesregierung". RC-Präsident Gad Cegla freute sich, dass mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sowie den Bürgermeistern Ursula Kwasny (Grevenbroich), Albert Glöckner (Rommerskirchen) und Harald Zillikens (Jüchen) die Politik gut vertreten war. Tagebau und die mit ihm verbundenen Kraftwerke prägen seit Jahrzehnten den Industriestandort Rhein-Kreis Neuss.

Derzeit arbeiten knapp 3000 Menschen auf der BoA-Baustelle in Neurath. Die Blöcke II/III befinden sich in der Anlaufphase. Der erste Block soll in wenigen Wochen, der zweite Block sechs Monate später ans Netz gehen. Lambertz sagte, dass die neue BoA-Anlage in diesem Jahr komplett in Betrieb gehe.

Am 28. September 2010 hat die Bundesregierung ihr Energiekonzept verabschiedet. Neben der Diskussion um die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke wurden wesentliche Klimaziele vereinbart. Was ist dieses Energiekonzept angesichts der Katastrophe im japanischen Fukushima noch wert? Dieser Frage ging Lambertz in seinem Vortrag und in der anschließenden Diskussion nach. In seinen Augen wird es für das Rheinische Revier keinen Strategiewechsel geben. Die Braunkohle sei vor Fukushima eine wichtige Säule im Energiemix gewesen und werde es nach der Katastrophe von Fukushima bleiben.

(NGZ)