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Grevenbroich: RWE-Pipeline wird Erfthalle nicht tangieren

Grevenbroich : RWE-Pipeline wird Erfthalle nicht tangieren

Weder die Erfthalle noch die angrenzenden Sportanlagen sollen von der geplanten Wassertransportleitung von Zons nach Frimmersdorf tangiert werden. Das erklärte Michael Eyll-Vetter – bei RWE verantwortlich für die Bergbauplanung – jetzt vor den Mitgliedern des Planungsausschusses.

Weder die Erfthalle noch die angrenzenden Sportanlagen sollen von der geplanten Wassertransportleitung von Zons nach Frimmersdorf tangiert werden. Das erklärte Michael Eyll-Vetter — bei RWE verantwortlich für die Bergbauplanung — jetzt vor den Mitgliedern des Planungsausschusses.

Er sagte zu: "Wir werden eine Lösung finden, die die Frimmersdorfer Bürger am wenigsten stören wird."

Die 24 Kilometer lange Leitung vom Rhein bis zum Kraftwerk wird zwei Funktionen haben. Die wichtigste: "Mit ihrer Hilfe soll langfristig sichergestellt werden, dass die Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette nicht trocken fallen", erklärte Eyll-Vetter. Darüber hinaus wird das Rheinwasser zum Befüllen des Restlochs genutzt, das nach dem Abbau im Braunkohletagebau Garzweiler übrig bleibt. Voraussichtlich ab 2045 soll aus der Grube eine Seenplatte werden. "Die Befüllung wird einige Jahrzehnte dauern", so Eyll-Vetter.

Nachdem die Machbarkeitsstudie für die Transportleitung im Jahr 2010 abgeschlossen wurde, geht es nun in das Planverfahren. Voraussichtlich ab 2030 soll das erste Rheinwasser von Zons nach Frimmersdorf gepumpt werden. RWE rechnet damit, dass der Bau der Leitung etwa zwei bis drei Jahre dauern wird. Nach der bisherigen Planung soll die Pipeline an den Ortslagen Barrenstein und Allrath vorbeiführen. "In ausreichendem Abstand", wie Eyl-Vetter betonte. Dies gelte auch für den weiteren Verlauf in Richtung Frimmersdorf: "Dort ist eine Sichere Distanz zur Erfthalle vorgesehen." Zurzeit liegt lediglich eine Grobplanung vor — wie die Trasse exakt über das Gebiet der Stadt Grevenbroich verlaufen wird, soll erst im Rahmen des Planverfahrens festgelegt werden. "Dann werden die betroffenen Kommunen beteiligt", so Eyll-Vetter.

Nach jetzigem Kenntnisstand nimmt die Trasse vorübergehend 168 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Anspruch. Während der Verlegung der Rohre wird ein Arbeitsstreifen von etwa 70 Metern Breite angelegt. "Sobald die Rohre unter der Erde sind, wird davon nichts mehr zu sehen sein, das gesamte Gelände wird rekultiviert", sagt Michael Eyll-Vetter.

(NGZ/rl)