Rotes Kreuz: Geschäftsführer verlässt Kreisverband

Kreisverband Grevenbroich : Rotes Kreuz braucht einen neuen Geschäftsführer

Der Kreisverband Grevenbroich des Roten Kreuzes muss sich nach einem neuen Geschäftsführer umsehen. Manfred Lenz, der Ende 2013 seine Aufgabe in der Geschäftsstelle am Flutgraben in Grevenbroich angetreten hatte, hört Ende August beim Kreisverband auf.

„Ich verlasse Grevenbroich aus privaten Gründen und kann daher meine Aufgabe hier nicht mehr wahrnehmen“, erklärt der 41-Jährige, der in Lippstadt geboren wurde und vor einigen Jahren von Köln nach Grevenbroich gezogen ist. „Ich war gern hier“, betont er. „Wir bedauern es sehr, dass Manfred Lenz gekündigt hat. Wir waren überrascht“, sagt Dietmar Mittelstädt, Vorsitzender des Rot-Kreuz-Kreisverbandes. „Wir sind dabei, die Modalitäten für die Nachfolge zu klären. Wir hätten gern einen nahtlosen Übergang.“

In Manfred Lenz’ Zeit ist einiges beim Kreisverband mit heute rund 90 Mitarbeitern geschehen, „wir haben gemeinsam viel erreicht“, betont Lenz. So habe der Kreisverband die Ausschreibung für den Betrieb der Rettungswache in Rommerskirchen für zwei Jahre gewonnen. Seit einigen Jahren bereits ist ein von den Rot-Kreuzlern besetzter Rettungswagen an der gemeinsamen Feuer- und Rettungswache in Frimmersdorf stationiert, um Hilfsfristen im südlichen Stadtgebiet zu verkürzen. Die Entscheidung fiel aber bereits vor Lenz’ Zeit. Erweitert wurden in den vergangenen Jahren der Hausnotruf, „dafür wurde beim Roten Kreuz der Hintergrunddienst aufgebaut, bei dem Mitarbeiter bei Alarm ausrücken.“ Rund 250 Menschen sind mittlerweile an den Notrufdienst angeschlossen.

Eine Herausforderung für das Rote Kreuz war 2015/2016 die Betreuung von zahlreichen Flüchtlingen. „Wir hatten in der Unterkunft in der alten Feuerwache die Betreuung übernommen und auch in der Unterkunft im Berufsbildungszentrum die Betreuung unterstützt“, schildert Manfred Lenz.

Dem Kreisverband gehören zehn Ortsvereine von Dormagen bis Meerbusch (außer Neuss) an, darunter vier im Grevenbroicher Stadtgebiet.

Mehr von RP ONLINE