Grevenbroich: Rotarier unterstützen Schüler-Band

Grevenbroich: Rotarier unterstützen Schüler-Band

Der Rotary Club Grevenbroich unterstützt jetzt mit zwei Spenden Schulen, in die Kinder mit besonderem Förderbedarf gehen. Die Mosaikschule in Hemmerden möchte von dem Geld ein neues Schlagzeug für ihre Schülerband anschaffen.

Der Präsident des Rotary Clubs Grevenbroich war früher selbst Leiter einer Schule: Georg Broens dürfte gut wissen, dass deren finanzielle Mittel begrenzt sind. Vielleicht hat er sich auch deshalb dazu entschieden, die Weihnachtsspenden der rund 60 Grevenbroicher Clubmitglieder zwei Schulen zugutekommen zu lassen: Die Mosaikschule in Hemmerden soll insgesamt 2500 Euro erhalten; die Gesamtschule in Jüchen 5000 Euro. "Ich habe mir für meine Präsidentschaft das Ziel gesetzt, Förderschüler zu fördern", erzählt Georg Broens, der - wie alle anderen Präsidenten - ein Jahr lang an der Spitze des Rotary Clubs steht.

Die Mosaikschule, die ihren Schwerpunkt auf die geistige Entwicklung aller 134 Schüler gelegt hat, möchte das Geld für den Kauf eines Schlagzeugs für die Schülerband, für einen neuen Kompressor in der eigenen Fahrradwerkstatt sowie für Kunststoffbausteine ausgeben, die zur psychomotorischen Förderung der Kinder und Jugendlichen beitragen sollen. Die Gesamtschule Jüchen möchte laut Broens von dem Geld Tablets anschaffen, von denen auch die rund 60 Kinder an der Schule profitieren sollen, die besonders gefördert werden müssen - zum Beispiel in den Bereichen Lernen und Sprache. Die Mosaikschule ist bereits vor einiger Zeit mit Tablets vom Schulträger, dem Rhein-Kreis Neuss, ausgestattet worden. Sie ist die einzige Förderschule in Grevenbroich.

Leiter der Hemmerdener Förderschule ist Johannes Wallraff. Er bedankt sich für die Spende des Clubs und betont, wie wichtig etwa die Neuanschaffung eines Schlagzeugs für die Schülerband ist. "Für die Musiker ist das ein großer Motivationsschub." Ein qualitativ hochwertiges Schlagzeug koste in der Anschaffung rund 1000 Euro. "Aus dem Schuletat ist das nicht ohne Weiteres zu finanzieren", sagt Wallraff. Beim Schlagzeugspielen könne auch die Körperkoordination der Schüler gefördert werden. Konrektorin Klaudia Thelen ergänzt, dass die Schülerband insgesamt auch auf Kinder mit herausforderndem Verhalten eine positive Wirkung habe. Ähnliches gelte für die Arbeit in der eigenen Fahrradwerkstatt, für die jetzt ein neuer Druckluft- und Schraub-Kompressor gekauft werden soll.

Rotary-Präsident Georg Broens sieht die Spenden in beiden Schulen gut aufgehoben. Er selbst durfte über die Verwendung des Geldes, das die Mitglieder an Weihnachten gesammelt hatten, entscheiden. Insgesamt allerdings nehmen die Rotarier aufs Jahr gerechnet viel mehr Geld in die Hand: Zwischen 50.000 und 60.000 Euro sollen jedes Jahr in verschiedene Projekte fließen. "Wir teilen das Geld auf. Es gibt verschiedene Töpfe. Dazu zählt einer für unsere Auslandsprojekte, einer für Projekte, die wir nachhaltig unterstützen, und einer für Projekte des jeweiligen Präsidenten", erklärt Clubmitglied Friedhelm Ruf. Darüber hinaus verfolge der Rotary Club auch sogenannte Hands-on-Projekte, bei denen die Mitglieder selbst Hand anlegten, um bestimmte Gruppen etwa handwerklich zu unterstützen.

(cka)