Grevenbroich: Riesen-Ansturm beim NGZ-Trödel

Grevenbroich: Riesen-Ansturm beim NGZ-Trödel

Hunderte Besucher kamen zum Trödelmarkt für Kinder nach Wevelinghoven.

Pünktlich um 12 Uhr öffnete Veranstalter Marc Pesch gestern die Trödelhalle auf dem Wevelinghovener Tedox-Gelände. Was folgte, waren Szenen, wie man sie sonst nur beim Einlass zu Konzerten kennt: Es dauerte ganze zwei Minuten, bis der Ansturm vor der Halle langsam abebbte und alle Besucher reingekommen waren, die bereits zuvor auf dem Einlass gewartet hatten. Der Trödelmarkt der Neuß-Grevenbroicher Zeitung hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe etabliert - und inzwischen alle anderen Kinder-Trödelmärkte im Rhein-Kreis Neuss überholt. Knapp 100 Aussteller boten gestern all das an, was Kinderherzen höher schlagen lässt, darunter riesige Mengen an Spielzeug.

Vier Stunden lang stöberten mehrere Hundert Besucher an den Ständen und hielten Ausschau nach Schnäppchen. "Die erste Stunde ist immer die stärkste", erzählte Melanie Pesch. Sie hatte den Markt gemeinsam mit ihrem Mann im Vorfeld organisiert; ursprünglich ins Leben gerufen worden war er vor acht Jahren auf ihre Initiative. "Bis dahin hatte es in Grevenbroich keinen vernünftigen Trödelmarkt für Kindersachen gegeben", sagte sie und berichtete von zahlreichen Stamm-Ausstellern, die der Veranstaltung seit Jahren treu sind.

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Es sind dreierlei Dinge, die den Trödelmarkt zu einem Besonderen machen: Er ist überdacht und damit wetterunabhängig, vor Ort bieten nur private Aussteller Trödel an und der Eintritt ist kostenfrei. "Außerdem ist das Publikum interessiert. Die meisten Menschen schätzen den Wert der Dinge, die hier angeboten werden", sagte Georg Bernardy aus Gierath. Er war mit seiner Frau Petra und den gemeinsamen Kindern gekommen, um einiges an Kinderkleidung und Spielzeug zu verkaufen. In den vergangenen Jahren hatte sich bei ihnen einiges angesammelt.

Zum ersten Mal auf einem Trödelmarkt versuchte sich gestern Familie Weser aus Neuss-Helpenstein: Auf fünf laufenden Metern verkauften Mutter Gabriele, Tochter Janne und Sohn Timm auch einige große Spielzeuge, darunter ein XXL-Piratenschiff, ein Schloss und eine Ritterburg. "Von den meisten Dingen kann ich mich leicht trennen. Sie standen die letzten Jahre auf dem Speicher. Ich freue mich, dass ich hier mein Taschengeld aufbessern kann", sagte der 16-jährige Timm.

(cka)