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Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich: UWG fordert mehr Infos

Auswirkungen auf die Umwelt in Grevenbroich : UWG fordert mehr Informationen zur Rheinwassertransportleitung

Die Unabhängige Wählergemeinschaft kritisiert: „Das Thema geht an Grevenbroich komplett vorbei.“ Geplant sind derzeit drei Leitungen mit einem Durchmesser von je 2,2 Metern.

Welche Auswirkungen wird die von RWE geplante Rheinwassertransportleitung auf die Umwelt im Stadtgebiet haben? Mit dieser Frage beschäftigt sich die UWG-Fraktion. Sie hat die Stadtverwaltung aktuell zu einem Sachstandsbericht aufgefordert. Dafür werde es „höchste Zeit“, meint der Sachkundige Bürger Willibert Müller: „Ich habe den Eindruck, dass das Thema an Grevenbroich komplett vorbeigeht.“

Die UWG sei nicht gegen die 27 Kilometer lange Leitung, stellt Müller klar. Sie müsse installiert werden, um einerseits beim fortschreitenden Tagebau Garzweiler II die Feuchtgebiete im Naturpark Maas-Schwalm-Nette erhalten zu können. Andererseits sei sie erforderlich, um den Tagebau Hambach ab 2030 mit Rheinwasser zu befüllen.

Fragen werfe die unlängst vorgestellte Neuplanung der Pipeline auf, sagt Müller. Nunmehr sollen drei Leitungsrohre mit jeweils 2,2 Metern Durchmesser zwischen Dormagen und Frimmersdorf verlegt werden. Ursprünglich sollte die Leitung aus zwei Rohren mit einem Durchmesser von 1,4 Metern bestehen. An der Vollrather Höhe ist eine Abzweigung geplant, die künftig in Richtung Hambach führen soll.

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„Nach den aktuellen Planungen soll die Pipeline statt 14 künftig 25 Meter breit werden. An der Oberfläche sind insgesamt 70 Meter notwendig, um die Wasserleitung warten zu können“, sagt UWG-Politiker Hubert Rütten. Angesichts dieser Dimensionen stellen die Unabhängigen die Frage, welche Auswirkungen das Projekt auf die betroffenen Grevenbroicher Stadtteile und die dort lebenden Bürger haben wird. „Aus dem Rathaus erfährt man dazu nichts“, kritisiert Willibert Müller; es sei an der Zeit „endlich einmal Butter bei die Fische zu tun“.

In einem Antrag für die nächste Sitzung des Fachausschusses hat die UWG die Stadt zu einem Bericht über den aktuellen Planungsstand aufgefordert. Zudem wollen die Unabhängigen wissen, ob die Verwaltung in die Planungen einbezogen und über Änderungen informiert worden sei. „Uns wäre Recht, wenn auch ein Vertreter von RWE in der Sitzung dabei sein könnte“, sagt Rütten. „Damit wir in Grevenbroich endlich informiert werden.“