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Rhein-Kreis stockt Teams für mobile Corona-Tests auf

Drei Trupps sind jetzt im Einsatz : Der Rhein-Kreis stockt seine Teams für mobile Corona-Tests auf

Der Rhein-Kreis hat jetzt drei Teams für mobile Corona-Tests im Einsatz. Die Trupps kommen auch zum Einsatz, sollte es in Hochhäusern zu Infektionen kommen. Zu einem solchen Fall kam es im Frühjahr in Grevenbroich.

Im Schulterschluss mit dem Rotkreuz-Kreisverband hat der Rhein-Kreis jetzt die Kapazitäten für mobile Corona-Tests erhöht – um einer zweiten Infektionswelle zuvorzukommen und sie möglichst gar nicht entstehen zu lassen. Die Teams kommen vor allem in Seniorenheimen, aber auch in Schulen und anderen Einrichtungen zum Einsatz. „Wir testen aber auch mobil, wenn es in einem ganzen Wohnblock Menschen mit Symptomen gibt“, sagt Kreisdirektor Dirk Brügge. Zu einem solchen Fall kam es im April, als die Wabenhäuser am Hammerwerk unter Quarantäne gesetzt wurden.

Nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) verfügt der Kreis nun über drei statt bisher zwei Test-Teams und die Möglichkeit von bis zu 25 Vor-Ort-Einsätzen pro Tag. „Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation wird es bis auf weiteres immer wieder zu steigenden Corona-Zahlen kommen. Das heißt, nimmt man den Druck von dem Virus, kommt es zurück“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. „Deshalb haben wir unsere mobilen Testkapazitäten erhöht.“ Das verschaffe einerseits zusätzliche Agilität im Kampf gegen das Virus, andererseits könne damit auch flexibler auf örtliche Entwicklungen reagiert werden.

„Mit dem DRK-Kreisverband, der schon erfolgreich die zwei stationären Teststellen in Grevenbroich und Neuss betreut, haben wir für die mobilen Test-Trupps einen erfahrenen Partner an unserer Seite“, betont Dirk Brügge, der den Corona-Krisenstab des Kreises leitet. Zu den Aufgaben der drei Teams gehört auch die Registrierung der zu testenden Personen, die Beschriftung der Proben und die umgehende Weiterleitung an ein Labor.

Der Kreis als Auftraggeber stelle sicher, dass während der von ihm veranlassten Probeentnahmezeiten mindestens ein Arzt in Rufbereitschaft zur Verfügung steht, der bei Bedarf ärztlich intervenieren könne. „Außerdem stellt er die erforderliche Schutzausrüstung für die vor Ort eingesetzten Kräfte sowie alle Materialien zur Entnahme der Proben zur Verfügung“, so Brügge.

(NGZ)