Grevenbroich: RB39: Zugausfall im Berufsverkehr

Grevenbroich: RB39: Zugausfall im Berufsverkehr

Neue Regionalbahn startete mit Schwierigkeiten. Wintereinbruch und Störung.

Das Winterwetter und eine Störung verhinderten einen reibungslosen Start der Regionalbahn (RB) 39 mit der Vias Rail GmbH als neuem Betreiber. Geschäftsführer Sebastian Nießen sprach gestern von "Anfangsschwierigkeiten". Mit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Sonntag war die bisherige RB 38 in Bedburg geteilt worden, den nördlichen Ast durch Grevenbroich bis Neuss und Düsseldorf betreibt nun Vias Rail. Pünktlich zum Start erschwerte am Wochenende Schneefall den Betrieb, laut Nießen gab es wetterbedingt am Sonntag Verspätungen von etwa zehn Minuten.

Im Berufsverkehr gestern Morgen - am ersten Werktag unter Vias-Regie - musste eine Reihe von Fahrgästen erheblich mehr Geduld aufbringen. "Es war leicht chaotisch. Der Zug, der um 7.34 Uhr nach Neuss fahren sollte, kam nicht", berichtet Peter Gehrmann, der Grünen-Vorsitzende ist regelmäßiger Bahnfahrer. "Viele Fahrgäste warteten, waren enttäuscht." Da der nächste Zug "proppevoll" war, nahm Gehrmann den kurz nach acht - eine halbe Stunde später als geplant. "Im Zug mit zwei Triebwagen war viel Platz. Das kannte man bei den DB-Zügen bislang häufig nicht", fand Peter Gehrmann auch Lob. Das Zugangebot im morgendlichen Berufsverkehr ist zum Fahrplanwechsel ausgeweitet worden.

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Grund für den Ausfall - auch eine Fahrt in Gegenrichtung war betroffen - soll nach Information der NGZ eine Störung an einem Bahnübergang im Raum Bedburg gewesen sein. Vias Rail betreibt zwar den Zugverkehr, für die Bahn-Infrastruktur ist aber weiter die Deutsche Bahn zuständig. Von der DB war zur Störung bis gestern Abend keine Antwort zu erhalten. Laut Vias Rail mit Sitz in Düren kam es am Montagmorgen zu Verspätungen. Mit den Teilausfällen habe erreicht werden sollen, dass nachfolgende Züge wieder pünktlich verkehren. Die neuen Triebwagen sind laut Vias zuverlässig gefahren, "die von uns geplanten Prozesse haben funktioniert", betonte Geschäftsführer Sebastian Nießen.

Peter Gehrmann vermisste im Bahnhofsgebäude noch einen aktuellen Fahrplanaushang. "Das werden wir prüfen", erklärte Nießen.

(NGZ)