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Grevenbroich: RB 38: Nur jeder dritte Zug fährt pünktlich

Grevenbroich : RB 38: Nur jeder dritte Zug fährt pünktlich

Immer wieder steht die Regionalbahn (RB) 38 zwischen Köln und Düsseldorf in der Kritik, beschweren sich Grevenbroicher Fahrgäste über überfüllte Züge, Ausfälle und Verspätungen.

Letzteres bestätigt auch der jetzt vorgelegte "Qualitätsbericht Schienenpersonennahverkehr 2011" des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Danach verkehrten nur 35 Prozent der Züge — also etwa jeder dritte — auf der RB 38 auf die Minute pünktlich. Das liegt unter dem Durchschnitt: Auf allen 20 Regionalbahn-Linien im VRR-Gebiet fahren im Schnitt immerhin 61 Prozent der Züge pünktlich.

Ein Trost für RB 38-Fahrgäste: 39 Prozent der Züge waren nur um bis zu zwei Minuten zu spät, weitere 20 Prozent zwischen drei und fünf Minuten. Sechs Prozent aller Züge auf der RB 38 ließen sich noch mehr Zeit.

Damit schneidet die RB 38 schlechter ab als viele andere Linien. "Es besteht noch Verbesserungsbedarf. Aber es ist nicht so, dass die Alarmglocken schrillen sollten", erklärt dazu Johannes Bachteler, Sprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr. "Wir haben uns bei der Deutschen Bahn nach Gründen für die Verspätungen erkundigt. Ab Herbst hatte es nach Auskunft der DB auf der Strecke mehrere Kollisionen mit Autos und einmal mit einem Schaf gegeben", so Bachteler. Die Folge waren Reparaturen an den Triebwagen, nicht immer standen Ersatzzüge zur Verfügung.

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Noch seltener war übrigens die ebenfalls in Grevenbroich haltende RB 27 (Mönchengladbach — Koblenz) pünktlich, nur jede vierte Fahrt blieb ohne Verspätung. Genau im Schnitt aller Regional-Expresszüge lag die RE 8 ebenfalls zwischen Mönchengladbach und Koblenz: 32 Prozent waren pünktlich.

Der Betrieb auf der RB 38 wird bald neu ausgeschrieben — für die Zeit ab Ende 2016. Fahrgäste können auf Verbesserungen hoffen. Laut dem Qualitätsbericht liegt die Kundenzufriedenheit nämlich auf den Strecken höher, die nach Ausschreibungen an private Verkehrsunternehmen oder erneut an die DB vergeben wurden. Oft wird bei solchen Vergaben auch der Einsatz neuer Fahrzeuge vereinbart.

(NGZ/jco/top)