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Rat vertagt die Entscheidung über den neuen Sportplatz in Neurath

Sportplatz Neurath : Rat fordert Sondersitzung zum Sportplatz-Umbau in Neurath

Über das Projekt, das zu 45 Prozent mit Fördermitteln des Bundes gestemmt werden soll, wird nun in einer Sondersitzung des Rates diskutiert, die Bürgermeister Klaus Krützen auf Mittwoch, 12. Juni, terminiert hat.

Der Rat hat noch keine Entscheidung zum geplanten Umbau des Sportplatzes in Neurath getroffen. Auf Antrag der FDP wurde das Thema von der Tagesordnung genommen, „weil noch zu viele Fragen offen sind“, sagte Fraktionschef Markus Schumacher. CDU, UWG und Mein Grevenbroich schlossen sich dieser Meinung an.

Über das Projekt, das zu 45 Prozent mit Fördermitteln des Bundes gestemmt werden soll, wird nun in einer Sondersitzung des Rates diskutiert, die Bürgermeister Klaus Krützen auf Mittwoch, 12. Juni, terminiert hat. Damit wird’s denkbar knapp: Fällt vor dem 16. Juni keine Entscheidung, gibt’s kein Geld aus Berlin, dann läuft die Frist für die Bundesmittel ab.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir alle offene Fragen am Donnerstag im Rat hätten beantworten können“, sagte Klaus Krützen am Tag danach gegenüber unserer Redaktion. Aus seiner Sicht sei es im Rat „nicht um die Sache, sondern um taktische Spielchen“ gegangen. „Dafür haben die Leute im Süden der Stadt überhaupt kein Verständnis, sie fühlen sich als Opfer dieser Spielchen“, macht Krützen deutlich.

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 Der Bürgermeister habe sich ein einstimmiges Signal an die südlichen Stadtteile erhofft, „die über die Jahre hinweg vieles an Infrastruktur haben abgeben müssen.“ Wer Fragen zum Projekt habe, hätte sie auch im Vorfeld der Ratssitzung an die Verwaltung stellen können. „Schließlich beschäftigen wir uns schon seit dem vergangenen September intensiv mit dem Thema.“

Klaus Krützen und SPD-Fraktionsgeschäftsführer Daniel Rinkert hatten sich erfolgreich um den Bundeszuschuss von rund 1,4 Millionen Euro bemüht. „Es wäre schade für den Sportstandort Grevenbroich, wenn das Vorhaben abgelehnt werden würde“, sagt Rinkert. Es gehe dabei nicht nur um Frimmersdorf und Neurath, sondern unter anderem auch um den FC Süd, der im Rahmen dieses Projektes einen Kunstrasenplatz erhalten soll.

„Wir haben es endlich geschafft, den gordischen Knoten in Frimmersdorf und Neurath zu durchschlagen und uns auf einen Sportplatz-Standort zu einigen, der von den Vereinen und der Schule mitgetragen wird“, sagt Daniel Rinkert. „Deswegen wäre es schade, wenn wir das Geld vom Bund nicht in Anspruch nehmen würden.“

Der SPD-Ratsherr erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass zwei Sportplätze in Frimmersdorf zugunsten der neuen Anlage verkauft werden sollen, was dem städtischen Haushalt zugute komme. Zudem werde versucht, RWE mit ins Boot zu holen, damit das marode Sportlerheim in Frimmersdorf saniert wird – „und der Ort endlich seine Versammlungsstätte bekommt“.