Grevenbroich: Rat und Hilfe, wenn das Herz schwächelt

Grevenbroich: Rat und Hilfe, wenn das Herz schwächelt

Experten informieren am Mittwoch, 14. März, im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Grevenbroich.

Ein schwaches Herz - von Experten Herzinsuffizienz genannt - haben laut der Deutschen Herzstiftung rund 1,8 Millionen Menschen. Mehr als 444 000 von ihnen werden deshalb jedes Jahr in eine Klinik eingewiesen. Der Herzspezialist und Klinik-Chef am Neusser Lukaskrankenhaus, Professor Michael Haude, sieht fu¨r die hohe Patientenzahl einen wichtigen Grund: "Betroffene wissen zu wenig über ihr Herz. Sie nehmen Symptome wie Leistungsabfall, Atemnot oder auch Wassereinlagerungen in geschwollenen Beinen oft resigniert wahr und ordnen sie dem Alter zu. Sie wissen nicht, dass sie etwas dagegen tun können." Haude gehört zum wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt und ist Mitinitiator der Aufklärungskampagne "Das schwache Herz". Fachärzte -Niedergelassene und Kliniker - klären innerhalb dieser Kampagne in Seminaren darüber auf, wie eine Herzschwäche entsteht und was Betroffene dagegen unternehmen können.

Zum nächsten Seminar in Kooperation mit der Neuss-Grevenbroicher Zeitung und der Rheinischen Post sind Interessierte am Mittwoch, 14. März 2018, von 18 bis 20 Uhr in den Großen Sitzungssaal im Kreishaus, Auf der Schanze 4 in Grevenbroich, eingeladen. Es gibt drei Vorträge von Experten, die anschließend für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stehen. Der Schirmherr der Veranstaltung ist Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss.

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Die chronische Herzschwäche beginnt zumeist ohne Schmerzen, unspektakulär und schleichend. Sie ist bisher nicht heilbar, kann aber - je früher sie erkannt wird - mit den heutigen Methoden gut behandelt werden. Welche Gründe eine Herzinsuffizienz hat, woran man sie erkennt und welche Diagnosemöglichkeiten der Arzt hat, das wird Dr. Dirk Krause, Oberarzt am Lukaskrankenhaus in Neuss erklären. Der niedergelassene Kardiologe und Internist Dr. Rainer Budde aus Grevenbroich erläutert im Anschluss, wie Herzschwäche im Alltag durch Veränderungen im Leben, eigene Kontrollen und Medikamente behandelt werden kann. Hausärzte und niedergelassene Kardiologen arbeiten eng mit dem Krankenhaus zusammen, wenn es darum geht, komplizierte Fälle von Herzinsuffizienz zu therapieren. Was dann getan werden kann oder muss, das stellt Dr. Hubertus Degen, Leitender Arzt am Herzkathetermessplatz im Neusser Lukaskrankenhaus, in seinem Vortrag dar. Wer anschließend noch Fragen zum schwachen Herz hat, kann diese in einer moderierten Runde an die Experten stellen.

(NGZ)