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Grevenbroich: Rat entscheidet über die Zukunft der Erfthalle

Grevenbroich : Rat entscheidet über die Zukunft der Erfthalle

Im kommenden Monat läuft die Galgenfrist ab, dann wird der Rat über die Zukunft der Erfthalle entscheiden. Findet sich bis zum 1. März kein Investor, stehen die Zeichen auf Abriss.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny führt zwar Gespräche mit einem Interessenten, allzu große Hoffnung will die Verwaltungschefin momentan jedoch nicht verbreiten: "In Sachen Erfthalle gibt es zurzeit keine positiven Signale", sagt sie.

Die Stadt hatte die Frimmersdorfer Veranstaltungshalle im August 2010 geschlossen, nachdem ein Gutachten erhebliche Mängel beim Brandschutz festgestellt hatte. Nach ursprünglichen Darstellungen aus dem Rathaus sind etwa 1,6 Millionen Euro notwendig, um den großen Saal wieder auf Vordermann zu bringen. Nach Informationen unserer Zeitung ist dieser Betrag jedoch nicht mehr aktuell, er soll — so wissen es zuverlässige Quellen aus dem Rathaus — weitaus höher liegen. Dadurch würden die Verhandlungen mit einem potenziellen Investor zusätzlich erschwert, heißt es.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny will sich zu diesen Behauptungen nicht äußern. Nur so viel: Sie stehe seit geraumer Zeit in Gesprächen mit einem Interessenten, der ein gastronomisches Konzept in der Erfthalle umsetzen möchte. "Ob es gelingen wird, kann ich derzeit noch nicht abschätzen, wir sind noch mitten in den Verhandlungen", meint sie. Aus Kwasnys Sicht ist es zurzeit noch fraglich, ob der Rat in der ersten März-Woche über die Zukunft der Immobilie entscheiden wird. "Vielleicht wird das erst in einer Sondersitzung am Ende des nächsten Monats geschehen", so die Verwaltungschefin.

"Abriss ist völliger Quatsch"

Dass sich die Politiker für einen Abriss der Erfthalle entscheiden werden, davon geht die Frimmersdorf-Neurather Bürgerinitiative aus. "Das wird so kommen", meint Sprecher Hans Brüggen, der einen entsprechenden Protest ankündigt. Wie dieser ausfallen wird, will er jedoch noch nicht verraten. "Ein Abriss ist meiner Meinung nach völliger Quatsch", sagt der Frimmersdorfer: "Eine solche Aktion wird Kosten zwischen 400 000 und 500 000 Euro verursachen — wie soll sich die Stadt das in Zeiten leerer Kassen leisten können?"

(NGZ)