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Grevenbroich/Dormagen: Raiffeisenbank und VR Bank vor der Fusion

Grevenbroich/Dormagen : Raiffeisenbank und VR Bank vor der Fusion

Die Vorstände aus Grevenbroich und Dormagen bereiten die Ver-schmelzung der Institute vor. Mitarbeiter und Filialen sollen bleiben.

Die Raiffeisenbank Grevenbroich und die VR Bank in Dormagen bereiten eine Fusion vor. Das haben die Vorstände der beiden Institute gestern ihren Mitarbeitern mitgeteilt. Die Verschmelzung soll ohne Eile über die Bühne gehen: "Es ist eine Vernunft-Fusion, ohne dass ein Partner gedrängt würde. Wir geben uns ein bis zwei Jahre Zeit", sagt Theodor Siebers, Vorstandsvorsitzender der VR Bank. Er rechnet mit einer Umsetzung 2015/16. "Es ändert sich für die Kunden und die Mitarbeiter im Moment gar nichts", betont Siebers. Dass sich im Kundengeschäft nichts ändert, sei kein leeres Versprechen: "Alle Mitarbeiter und Filialen sollen bleiben", weist er darauf hin, dass die Geschäftsgebiete genau aneinander grenzen und keine Überschneidungen entstünden, die eine sogenannte Gemengelage ergäben.

VR Bank-Vorstand (v.l.) Theodor Siebers, Ernst Kückels (bis 31. August), Rainer Hilgers. Raiffeisenbank Rheydter Straße, VR Bank Kölner Straße. Foto: Jaz/ MR/LH

Das sieht auch Friedhelm Franken, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Grevenbroich, so. Er will sich nun gemeinsam mit seinem Kollegen Theodor Siebers "in Ruhe zusammensetzen", um am Konzept für eine Fusion zu feilen. "Das ist jetzt der richtige Zeitpunkt für solche Gespräche", unterstreicht Franken: "Beiden Instituten geht es gut, beide stehen hervorragend da."

VR Bank-Vorstand (v.l.) Theodor Siebers, Ernst Kückels (bis 31. August), Rainer Hilgers. Raiffeisenbank Rheydter Straße, VR Bank Kölner Straße. Foto: Jaz/ MR/LH

Im Schreiben an die Mitarbeiter, das der NGZ vorliegt, begründen die vier Vorstandskollegen der beiden Geldinstitute ihre Fusionsbemühungen mit der Position der Stärke der "zwei wesentlichen Vertreter des genossenschaftlichen Geschäftsmodells im Rhein-Kreis Neuss", die ihre Qualitätsführerschaft wahren wollen: "Die Bündelung der Kompetenzen unter einem Dach einer neuen größeren, aber dennoch der Region verpflichteten Bank, ist die Antwort auf die vielen Fragen und Aufgaben unserer Zeit." Genannt werden beispielhaft: der demografische Wandel, ein effektiver Verbraucherschutz sowie ein hohes Maß wirtschaftlicher Sicherheit und Stabilität. Angestrebt werde eine Optimierung bewährter Strukturen, das bedeute "wenn überhaupt, nur möglichst wenige Änderungen im Kundengeschäft".

Letztendlich stelle ein Zusammenschluss der Häuser nur die logische Fortsetzung der seit Jahren erfolgreich praktizierten engen Zusammenarbeit dar. Nach der gescheiterten Fusion der Raiffeisenbank Grevenbroich mit der Volksbank Meerbusch habe sich die VR Bank als Partner zur Verfügung gehalten. "Jetzt ist Grevenbroich auf uns zugekommen, was die größere Bank mit ähnlichen Strukturen und vergleichbarer Ertragslage nun ermöglichen wird", sagt Siebers. Die Gespräche auf Vorstandsebene sind auf Ende Oktober terminiert.

Christian Feldbinder, Sprecher der Volksbank Düsseldorf-Neuss, kommentierte die Sachlage gestern wie folgt: "Eine Aufnahme von Fusionsgesprächen zwischen der VR Bank Dormagen und der Raiffeisenbank Grevenbroich wäre unserer Meinung nach die logische Konsequenz, um als kleinere Regionalbank in Zeiten ständig steigender Regularien und Anforderungen für die nahe Zukunft besser gewappnet zu sein."

(NGZ)