Rabaue geben Konzert "umsonst und draußen" in Grevenbroich

Open-Air-Spektakel in Grevenbroich: Superstimmung bei der Rabaue-Nacht

Am Schloss ging es rockig zu: Die Kult-Band Rabaue begeisterte am Freitagabend Tausende mit kölschen Songs. Auf der Bühne talkten vorab GWG-Geschäftsführer Willi Peitz und Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen.

Mächtig was los war Freitagabend auf dem Schlossplatz: Rund 4000 Besucher feierten mit der Grevenbroicher Kult-Band Rabaue beim Open-Air – getreu des Band-Mottos „Die Nacht ist nicht zum Schlafen da“. Insgesamt 28 Songs brachten die Musiker um Peter „Funny“ van den Brock in drei Stunden auf die Bühne und begeisterten das Publikum in bewährter Weise. Und: Sie stellten gleich vier neue Songs vor. Ein Höhepunkt: der Song „Dat es die Liebe“, den die Musiker zum ersten Mal in Grevenbroich live spielten. Frontsänger Alex Barth legte sich am Mikro aus ganz besonderem Grund einmal mehr ins Zeug: Er feierte gestern mit seiner Frau Alexandra den sechsten Hochzeitstag.

Als Hauptact bescherten die Grevenbroicher Musiker ihrem Publikum ein Finale vom Feinsten. „Unsere karnevalistische Heimat liegt in der gesamten Region. Aber unsere musikalische Heimat ist hier in Grevenbroich“, sagte Peter van den Brock. „Für uns ist es eine große Ehre, hier feiern zu dürfen“, betonte er vor dem Publikum die Heimatverbundenheit der fünf Bandmitglieder.

Für gute Stimmung auf dem Platz am Alten Schloss sorgte vor dem Rabaue-Auftritt bereits eine Reihe anderer Künstler, darunter die „Domstürmer“, die Männer von „Cöllner“ und die „Boore“. Darüber hinaus begeisterte der Trompeter Bruce Kapasta die feiernde Menge. Im NGZ-Talk mit dem stellvertretenden Chefredakteur Horst Thoren und der Lokalredakteurin Valeska von Dolega weckten GWG-Chef Willi Peitz und Bürgermeister Klaus Krützen die Vorfreude auf den Grevenbroicher Sommer, zu dem jetzt auch ein Besuch im frisch eröffneten Schlossbad zählt.

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Horst Thoren stattete den bekennenden Heimaturlauber Klaus Krützen gleich mit einem Augenzwinkern mit dem wichtigsten Equipment aus: mit einer blauen Badekappe. „Ich wünsche mir, dass die Grevenbroicher ihr neues Schwimmbad annehmen. Viele anfängliche Skeptiker sind bereits vom Bad überzeugt.“ Eine Frage drängt sich da allerdings auf: Wann wird der Außenbereich des Schlossbades fertig? „Die Planungen laufen. Ich denke, wir können den Außenbereich im Frühjahr nächsten Jahres eröffnen“, sagte GWG-Chef Willi Peitz. Für die beiden Herren gab‘s zum Bad-Besuch noch Quietsche-Enten – und Bürgermeister Klaus Krützen verriet schmunzelnd: „Ich werde versuchen, zweimal pro Woche morgens vor der Arbeit dort 300 oder 400 Meter schwimmen gehen.“ Die Rabaue gaben vor ihrem eigentlichen Auftritt einen Vorgeschmack auf ihre Karnevalsrevue: Die Musiker schlüpfen in der Session in verschiedene Rollen – und treten gemeinsam als Karnevalsfamilie „Quanz“ auf. So traten sie auch gestern Abend voll verkleidet auf die Bühne. Das Besondere: Albert Detmer alias „Vater Schorsch“ ist diese Session – zumindest in der von der Band erfundenen Familie – Prinz Karneval und freut sich wie mächtig auf die närrische Zeit.

Die Musiker feiern das mit zwei großen Auftritten in der Volksbühne am Rudolfplatz, dem ehemaligen Millowitsch-Theater. „Dort wollen wir ein wenig Karneval im Stil der 60er Jahre feiern“, kündigt Sänger Alex Barth an. Dass „Vater Schorsch“ jetzt Prinz Karneval wird, habe sich aus der Handlung der Rabaue-Weihnachtsshow ergeben. Zur Generalprobe bewies er vor dem Grevenbroicher Publikum närrisches Gesangstalent – und später große Leidenschaft für kölsche Hits, die die Massen begeistern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: „Rabaue“ beim NGZ-Talk und Open-Air-Konzert in Grevenbroich