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Grevenbroich: Qualitäts-Check an Schulen

Grevenbroich : Qualitäts-Check an Schulen

Nach der katholischen Grundschule schickt die Bezirksregierung ihre Qualitätsprüfer zur Katholischen Hauptschule (KHS) und zum Pascal-Gymnasium. Neben Unterrichtsbesuchen gibt es Interviews mit Lehrern, Schülern und Eltern.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den Schulstandort Grevenbroich entdeckt: Nachdem in der Katholischen Grundschule Stadtmitte zum ersten Mal die Qualitätsprüfer aktiv waren, kommen sie im Dezember wieder. Ihr Ziel wird dann die Katholische Hauptschule (KHS) sein. Direktor Heinz-Gerd Schmitz sieht dem Qualitäts-Check gelassen entgegen: "Eine Methode, die in der Wirtschaft funktioniert, kann auch für das System Schule nur gut sein." Mitte Dezember, vom 14. bis 16., stehen die drei Besuche an.

Seit 2006/7 wurde in NRW die Qualitätsanalyse eingeführt. Dabei sollen alle Schulen – von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule – in den Fokus genommen werden. "Die Auswahl erfolgt zufällig", erläutert Jennifer Spitzner, Sprecherin der Bezirksregierung. Dass eine Qualitätsanalyse stattfände, sage keinesfalls etwas über den Standard einer Schule aus.

Für Heinz-Gerd Schmitz und sein Team aus 50 Lehrern bedeutet die Analyse mehr Arbeit: "Wir müssen zunächst einmal eine Reihe von Daten sammeln", erläutert der KHS-Direktor. Vom Stundenplan über den Lageplan, das Schulprogramm, das Vertretungskonzept bis zu den Fortbildungen und zentralen Prüfungen reiche die lange Liste, die nun abzuarbeiten sei. Bis zu den Herbstferien müssen die Daten in Düsseldorf sein.

Vor den Rundgängen durch die Schule findet noch ein Vorgespräch statt. Sind die Prüfer dann in der Bildungseinrichtung, werden sie sich mit allen Aspekten des Schulalltags beschäftigen: von der räumlichen Ausstattung bis zur Besetzung mit Lehrern. Beim Blick auf den Personalplan stellt Heinz-Gerd Schmitz Lücken fest: "Wir sind mit zwei Stellen unterbesetzt." Auch wenn er damit nicht allein sei, stelle dies natürlich ein Problem dar.

In den Fokus der Aufmerksamkeit werden die Qualitätsprüfer den Unterricht selbst nehmen: Von den 50 Lehrern werden 25 im Unterricht besucht werden. 20 Minuten wird der Unterricht analysiert, die Ergebnisse in einer Checkliste festgehalten. "Dabei werden reguläre Stunden ebenso besucht wie Vertretungsstunden", erläutert der Direktor.

Alle gesammelten Ergebnisse münden in einen Bericht, zu dem die Schule noch Stellung beziehen kann. Das Ergebnis wird auch mit der Dienstaufsicht besprochen; hierbei werden auch Zielvereinbarungen für einen bestimmten Zeitraum getroffen. Anders als bei den Schulnoten von "sehr gut" bis "ungenügend" werden für die Schulen Noten von "++" (plus-plus) bis "--" (minus-minus) vergeben. Heinz-Gerd Schmitz geht es da wie seinen Schülern: "Ich hoffe natürlich auf ein gutes Abschneiden." Warum eine Qualitätsanalyse sinnvoll ist: "Man erhält ein Feedback zu seinen Leistungen."

(NGZ)